Schall-Blitzer: Paris geht mit Sensoren gegen lärmende Verbrenner vor
Die Pariser Politik will beim Individualverkehr in eine ganz neue Richtung lenken. Jetzt schaltet man im Kampf gegen lärmende Verbrenner in den nächsten Gang. Sensoren erfassen Autos und Zweiräder, die zu viel Krach machen, das Knöllchen folgt automatisch.
Medusa: Vier Mikrofone und zwei Bildsensoren
"Ein ungezügeltes Motorrad, das Nachts in Paris seine Runden dreht, kann bis zu 10.000 Menschen wecken", so der stellvertretende Bürgermeister Dan Lert. Wie Libération schreibt (via heise), wird die Hauptstadt mit Schallradar experimentieren, "um zu laute Fahrzeuge zu bestrafen". Dabei setzt man auf das sogenannte Medusa-System auf, das sich schon seit 2 Jahren im eingeschränkten Testbetrieb in Pariser Vororten befindet. Nach einem Beschluss des Stadtrates vom 12. Oktober kommt die Sensor-Technik in einem Pilotprogramm jetzt auch für drei Monate im zweiten Quartier der Stadt zum Einsatz.
Hier erkennt Medusa einen Straßenkehrmaschine
Paris setzt gegen zu viel Brummbrumm auf akustische Blitzer
Bürgermeisterin Anne Hidalgo hatte mit ihrem strengen Kurs gegen den Autoverkehr für Wirbel gesorgt, gegen Widerstände aber auch große Veränderungen durchgesetzt. Fast die vollständige französische Hauptstadt ist seit diesem Sommer eine Tempo-30-Zone, die unmittelbare und langfristige Verkehrsplanung hat sich deutlich zugunsten der Fußgänger und Radfahrer verschoben. Jetzt will Hidalgo zu einem technischen Werkzeug greifen, um den berühmt-berüchtigten Straßenlärm in Paris langfristig abzuwürgen.
Medusa: Vier Mikrofone und zwei Bildsensoren
"Ein ungezügeltes Motorrad, das Nachts in Paris seine Runden dreht, kann bis zu 10.000 Menschen wecken", so der stellvertretende Bürgermeister Dan Lert. Wie Libération schreibt (via heise), wird die Hauptstadt mit Schallradar experimentieren, "um zu laute Fahrzeuge zu bestrafen". Dabei setzt man auf das sogenannte Medusa-System auf, das sich schon seit 2 Jahren im eingeschränkten Testbetrieb in Pariser Vororten befindet. Nach einem Beschluss des Stadtrates vom 12. Oktober kommt die Sensor-Technik in einem Pilotprogramm jetzt auch für drei Monate im zweiten Quartier der Stadt zum Einsatz.
Hier erkennt Medusa einen Straßenkehrmaschine
Schall-Blitzer mit Schonfrist
Das System kombiniert vier Mikrofone und zwei optische Sensoren, um Lärmquellen zu erfassen und räumlich verorten zu können. Nach Vorstellung der Stadt und dem Betreiber Bruitparif, einer gemeinnützigen Umweltorganisation, bekommen die lärmenden Sündenböcke in Zukunft dann nach klassischer Erfassung des Nummernschildes automatisch einen Strafzettel zugestellt. Bevor es aber zu Geldstrafen kommt, wird man im Testzeitraum erst einmal prüfen, ob das System auch im Großstadt-Betrieb zuverlässig arbeitet.
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