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Tiefbauer will Telekom-Glasfaser legen, schmeißt nach Ämterkontakt hin
Die bisher mangelhafte Verfügbarkeit von Glasfaser-Anschlüssen bei den Verbrauchern liegt nicht ausschließlich an den Netzbetreibern. Das zeigt das Beispiel eines Tiefbauers, der schlicht an den örtlichen Behörden verzweifelt ist.
In dem Fall, der anonym auf Reddit geschildert wird, handelt es sich um Vorgänge in einem Ort im Berliner Umland. Hier sind in den letzten Jahren viele Menschen hingezogen, um dem Stress der Großstadt zu entgehen, gleichzeitig aber weiter in der Bundeshauptstadt arbeiten zu können. Entsprechend groß dürfte die Nachfrage nach schnellen Internet-Anbindungen sein. Auf einen Glasfaser-Anschluss müssen die Leute dort nun aber wohl noch lange warten.
Den Angaben nach handelt es sich um einen Ort mit weniger als 10.000 Einwohnern. Dieser dürfte bundesweit kein Einzelfall sein, es ist durchaus denkbar, dass es anderswo ganz ähnlich abläuft. Erst dauert die Bearbeitung der notwendigen Anträge ewig, dann werden dem Bauunternehmer Steine in den Weg gelegt, die kaum nachvollziehbar sind.
So sollten den Kabeln beispielsweise durch Rohrpressungen Wege bereitet werden, bei denen es nicht nötig ist, Gräben zu baggern und die nach Einschätzung der zuständigen Behörden auf Bundes- und Landesebene auch besonders schonend für das Wurzelwerk von Bäumen sind. Die lokale Umweltschutzbehörde sah sich aber plötzlich nicht imstande, eine Genehmigung zu erteilen, weil die Maßnahmen zum Wurzelschutz nicht ausreichend dargelegt worden seien.
Der Bauunternehmer entschloss sich daher, der Telekom mitzuteilen, dass er den Auftrag nicht ausführen kann. Da wohl auch kein anderer Anbieter in dem Ort aktiv werden will, wird es dort nun also zukünftig keine Glasfaser-Anbindung geben. Wie bereits angemerkt, erfolgte der Bericht bewusst anonym, allerdings ist er nicht völlig unglaubhaft und entspricht so manchem, was auch andere Bauherren und -durchführende zu berichten wissen. Und das Verhalten der Behördenvertreter ist auch nicht zwingend repräsentativ, es gibt auch viele kommunale Verantwortliche, die mit viel Herzblut daran arbeiten, ihre Orte mit modernsten Infrastrukturen zu versorgen. Dies lässt sich in Brandenburg ebenso leicht beobachten, immerhin gibt es hier so manchen beschaulichen Ort, in dem man problemlos schnellere Netzanbindungen als in der Hauptstadt bekommt.
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Den Angaben nach handelt es sich um einen Ort mit weniger als 10.000 Einwohnern. Dieser dürfte bundesweit kein Einzelfall sein, es ist durchaus denkbar, dass es anderswo ganz ähnlich abläuft. Erst dauert die Bearbeitung der notwendigen Anträge ewig, dann werden dem Bauunternehmer Steine in den Weg gelegt, die kaum nachvollziehbar sind.
So sollten den Kabeln beispielsweise durch Rohrpressungen Wege bereitet werden, bei denen es nicht nötig ist, Gräben zu baggern und die nach Einschätzung der zuständigen Behörden auf Bundes- und Landesebene auch besonders schonend für das Wurzelwerk von Bäumen sind. Die lokale Umweltschutzbehörde sah sich aber plötzlich nicht imstande, eine Genehmigung zu erteilen, weil die Maßnahmen zum Wurzelschutz nicht ausreichend dargelegt worden seien.
Kein Netz für euch
Darüber hinaus fürchtete der Bürgermeister plötzlich um das vermeintlich schützenswerte Kopfsteinpflaster im Ortskern. Und dies, obwohl der gleiche Bauunternehmer vor einiger Zeit auch die neuen Stromleitungen zum Rathaus verlegte und es hier wohl keine Beanstandungen gab. Letztlich sorgte sich auch noch die Denkmalschutzbehörde darum, wie die Glasfaserkabel in die denkmalgeschützten Gebäude geführt werden sollen. Dass dies unterirdisch und somit unsichtbar und auch mit lang erprobten und sicheren Verfahren erfolgen sollte, stellte die zuständigen Amtsvertreter aber nicht zufrieden.Der Bauunternehmer entschloss sich daher, der Telekom mitzuteilen, dass er den Auftrag nicht ausführen kann. Da wohl auch kein anderer Anbieter in dem Ort aktiv werden will, wird es dort nun also zukünftig keine Glasfaser-Anbindung geben. Wie bereits angemerkt, erfolgte der Bericht bewusst anonym, allerdings ist er nicht völlig unglaubhaft und entspricht so manchem, was auch andere Bauherren und -durchführende zu berichten wissen. Und das Verhalten der Behördenvertreter ist auch nicht zwingend repräsentativ, es gibt auch viele kommunale Verantwortliche, die mit viel Herzblut daran arbeiten, ihre Orte mit modernsten Infrastrukturen zu versorgen. Dies lässt sich in Brandenburg ebenso leicht beobachten, immerhin gibt es hier so manchen beschaulichen Ort, in dem man problemlos schnellere Netzanbindungen als in der Hauptstadt bekommt.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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Redakteur bei WinFuture
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