Neuer Ärger um Fake-Paket-SMS:
Mobilfunkanbieter kassieren ab
Jetzt gibt es für viele Betroffene der "Ihr Paket kommt an, verfolgen Sie es hier"-SMS-Spams ein teures Erwachen. Wer keine SMS-Flatrate besitzt, bleibt laut einem Bericht der Verbraucherschützer häufig auf den Kosten sitzen, die die SMS-Flut bei ihnen ausgelöst hat.
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat im Falle der besonders zu Anfang dieses Jahres so weitverbreiteten SMS-Spam-Welle jetzt ein nicht so erfreuliches Update herausgegeben: Demnach melden sich derzeit vermehrt Mobilfunkkunden, die sich mit ihren Anbietern nicht auf eine kulante Lösung einigen können. Der Hintergrund ist dabei ganz einfach erklärt: Der SMS-Spam verbreitete sich wurmartig selbst weiter, sobald ein Empfänger den Link in der Spam-SMS angeklickt hat. Dann ging jeweils eine SMS an alle Kontakte, was - wenn man keine SMS-Flatrate hat - eine teure Angelegenheit werden kann.
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Das klingt vielleicht zunächst recht gut, wenn man bedenkt, dass es laut älteren Berichten Rechnungen in Höhe von über 1.000 Euro gegeben hat. Allerdings warnt die Verbraucherzentrale, da gleich zuzustimmen und informiert: "Als Voraussetzung dafür sollten die Kund:innen allerdings eine Verpflichtungserklärung unterschreiben. Darin übertragen die Anbieter das Kostenrisiko künftiger Schadprogramme vollkommen auf die Nutzer:innen - nach dem Motto: Wir tragen jetzt einmal einen Teil der Kosten, aber künftig gehen sie auf Ihre Kappe!"
Angebot, SMS-Versand auf 100 Euro zu deckeln
Nun melden die Verbraucherschützer, dass einige Betroffene im Streit mit ihren Mobilfunkanbietern um die hohen Rechnungen eine Verpflichtungserklärung vorgesetzt bekommen haben. In den genannten Fällen geht es um Kunden von Mobilcom-Debitel und Tochtergesellschaften wie Klarmobil. "Die haben angeboten, die Kosten für den SMS-Versand auf 100 Euro zu deckeln", schreibt die Verbraucherzentrale.Das klingt vielleicht zunächst recht gut, wenn man bedenkt, dass es laut älteren Berichten Rechnungen in Höhe von über 1.000 Euro gegeben hat. Allerdings warnt die Verbraucherzentrale, da gleich zuzustimmen und informiert: "Als Voraussetzung dafür sollten die Kund:innen allerdings eine Verpflichtungserklärung unterschreiben. Darin übertragen die Anbieter das Kostenrisiko künftiger Schadprogramme vollkommen auf die Nutzer:innen - nach dem Motto: Wir tragen jetzt einmal einen Teil der Kosten, aber künftig gehen sie auf Ihre Kappe!"
Nicht unterschreiben
Die Verbraucherzentrale hält das Vorgehen der Anbieter für gesetzwidrig und hat daher bereits rechtliche Schritte gegen die Verpflichtungserklärung eingeleitet. Kunden sollten die Erklärung nicht unterschreiben. "Aus unserer Sicht werden Verbraucher:innen damit über die Grenzen des Gesetzes hinaus zur Vergütung von Entgelten und Schäden belastet."
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