HarmonyOS 2.0: Huawei schickt seinen Android-Klon jetzt ins Rennen
Huawei will nicht nur von Google unabhängig werden, es muss. Die eigene Idee für ein Betriebssystem für Smartphones, Wearables & Co. heißt "HarmonyOS" und ist ein Android-Klon. Jetzt folgt mit Version 2.0 der breitere Launch, der auch für deutsche Kunden eine Option mitbringt.
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Für den Erfolg oder Misserfolg des neuen OS ist aber ein Faktor entscheidend: Ohne Play Store-Anbindung und Google Apps ist Huawei auf Gedeih und Verderb darauf angewiesen, dass andere Entwickler ihre Anwendungen für das neue Betriebssystem anpassen. Denn: HarmonyOS ist zwar nach eingehender Analyse durch Tech-Experten wie Ron Amadeo "im Wesentlichen ein Android-Fork", Android Apps können aber nicht direkt damit ausgeführt werden. Huawei ist natürlich sehr bemüht darum zu betonen, dass Apps mit wenig Aufwand für HarmonyOS kompiliert werden können.
Einige Beobachter zweifeln aber schon jetzt daran, dass Huawei mit HarmonyOS wirklich langfristige Ziele verfolgen will oder kann. "Es ist unklar, wie lange Huawei überhaupt noch Smartphones herstellt", fasst der Reporter John Artman aus Hongkong laut Tagesthemen eine in der Techszene weit verbreitete Zukunfts-Prognose zusammen.
Immerhin: Auch einige deutsche Nutzer werden bald die Wahl bekommen, bei Android zu verbleiben oder zu HarmonyOs zu wechseln: Im deutschen Huawei-Supportforum ist eine Liste mit Geräten zu finden, die "ab dem 2. Juni, 2021" für das optionale Update vorgesehen sind.
Smartphones mit Update-Option auf HarmonyOS:
Außerdem sollen die meisten Smartphones, Tablets und Wearables mit Hisilicon Kirin CPU in naher Zukunft ein Update erhalten: Kirin A1, Kirin 710 (F), Kirin 810, Kirin 820, Kirin 980, Kirin 990 (5G), Kirin 9000 (5G) und neuere.
Nach langer Entwicklung und vielen Tests startet HarmonyOS offiziell
Wegen anhaltender politischer Sanktionen der US-Regierung konnte Huawei auch in diesem Jahr noch keine neuen Smartphone-Modelle auf dem europäischen Markt anbieten. Der technische und auch politische Befreiungsschlag heißt im Heimatland HongmengOS, englisch HarmonyOS, und startet nach ersten Geräte-Tests und Beta-Versionen offiziell als Version 2.0. Der Ansatz der Entwickler ist klar: Man klont Android, übernimmt einige Interface-Elemente von iOS und stattet das Ganze mit einem Store aus - so einfach die Grundidee.
Auf YouTube ansehenFür den Erfolg oder Misserfolg des neuen OS ist aber ein Faktor entscheidend: Ohne Play Store-Anbindung und Google Apps ist Huawei auf Gedeih und Verderb darauf angewiesen, dass andere Entwickler ihre Anwendungen für das neue Betriebssystem anpassen. Denn: HarmonyOS ist zwar nach eingehender Analyse durch Tech-Experten wie Ron Amadeo "im Wesentlichen ein Android-Fork", Android Apps können aber nicht direkt damit ausgeführt werden. Huawei ist natürlich sehr bemüht darum zu betonen, dass Apps mit wenig Aufwand für HarmonyOS kompiliert werden können.
Einige Beobachter zweifeln aber schon jetzt daran, dass Huawei mit HarmonyOS wirklich langfristige Ziele verfolgen will oder kann. "Es ist unklar, wie lange Huawei überhaupt noch Smartphones herstellt", fasst der Reporter John Artman aus Hongkong laut Tagesthemen eine in der Techszene weit verbreitete Zukunfts-Prognose zusammen.
Immerhin: Auch einige deutsche Nutzer werden bald die Wahl bekommen, bei Android zu verbleiben oder zu HarmonyOs zu wechseln: Im deutschen Huawei-Supportforum ist eine Liste mit Geräten zu finden, die "ab dem 2. Juni, 2021" für das optionale Update vorgesehen sind.
Smartphones mit Update-Option auf HarmonyOS:
- Huawei Mate 40 Pro
- Huawei Mate 30 Pro
- Huawei P40 - Serie
- Huawei Mate X2
Außerdem sollen die meisten Smartphones, Tablets und Wearables mit Hisilicon Kirin CPU in naher Zukunft ein Update erhalten: Kirin A1, Kirin 710 (F), Kirin 810, Kirin 820, Kirin 980, Kirin 990 (5G), Kirin 9000 (5G) und neuere.
Neue Vorzeigegeräte
Als HarmonyOs-Vorzeigegerät zum offiziellen Launch fungieren dann die Tablets MatePad Pro 12.6 mit Kirin 900E-CPU und OLED-Display sowie das MatePad 11 mit IPS-Panel und Snapdragon 865. Für das Pro-Tablet will Huawei 799 Euro, das MatePad 11 startet bei 399 Euro, beide Geräte sind ab dem 13. Juli verfügbar. Daneben feiern die Huawei Watch 3 und 3 Pro mit HarmonyOS und eSIM Premiere, hier starten die Preise bei 369 Euro.
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