HiSilicon: Huawei-Tochter zeigt Entwickler-Board mit RISC-V-Chip

Die dominierenden Prozessor-Architekuren sind nicht komplett alternativlos. Huaweis Chip-Tochter HiSilicon hat jetzt das erste experimentelle Board vorgestellt, auf dem ein Prozessor mit dem frei verfügbaren RISC-V arbeitet.
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Das kleine System richtet sich erst einmal an Entwickler, die mit Huaweis Harmony OS arbeiten. Dies kann durchaus als Hinweis verstanden werden, dass man bei dem chinesischen Konzern überlegt, RISC-V zur Grundlage von SoCs für Smartphones und Tablets zu machen. Auf diese Weise könnte man eine Alternative zu ARM finden, dessen Chipdesigns Huawei aufgrund der Handelssanktionen der USA derzeit nur schwer nutzen kann.

Allerdings muss man hier auch anmerken, dass HiSilicon noch ein ganzes Stück davon entfernt sein dürfte, RISC-V-Chips auch nur mit annähernd der Leistungsfähigkeit zu bauen, wie man es von aktuellen ARM-SoCs kennt. das neu vorgestellte Hi3861 dürfte daher auch nur dafür gedacht sein, erste Erfahrungen mit der Chip-Architektur machen zu können. RISC-V-Board von HiSilicon

Noch wenig Details

Das Board verfügt neben dem Hi3861-Chip über einen Controller für einen seriellen Port und einen USB-C-Anschluss. Damit dürfte sich das System ähnlich nutzen lassen, wie andere Klein-Computer wie unter anderem der Raspberry Pi. Allerdings ist unklar, in welchem Umfang Huawei das Produkt auch in den freien Verkauf bringen wird.

RISC-V steht unter BSD-Lizenz und kann damit komplett frei genutzt werden. Embargo-Situationen, die eine kommerzielle Vermarktung von Lizenzen verhindern, greifen dabei nicht. Allerdings lässt sich RISC-V auch nicht mit ARM vergleichen - denn der Chipdesigner liefert bereits lauffähige Chip-Designs, die im Wesentlichen nur noch zusammengesetzt und etwas optimiert werden müssen. RISC-V hingegen gibt es erst einmal nur als Befehlssatz und Spezifikationen, wie diese dann konkret in Silizium umgesetzt werden, muss der jeweilige Hersteller dann selbst gewährleisten.

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