Wasserstoff-basierte Brennstoffe werden viel zu spät wirtschaftlich
Wasserstoffbasierte Brennstoffe werden bei der notwendigen kurzfristigen Reduzierung von Treibhausgasen keine entscheidende Rolle spielen können. Die Kosten sind schlicht zu hoch, als dass die Technologie in der Masse wirtschaftlich sinnvoll wäre.
"Wasserstoffbasierte Brennstoffe sind ein beeindruckend vielseitiger Energieträger - doch beeindruckend sind auch ihre Kosten und die damit verbundenen Risiken", sagte Falko Ueckerdt vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Er fasst damit das Fazit einer Studie zusammen, die jetzt im Klima-Ableger des renommierten Wissenschafts-Journals Nature publiziert wurde.
Die Forscher aus Potsdam haben berechnet, dass die Kosten zur Vermeidung einer Tonne CO2-Ausstoß durch wasserstoffbasierte Kraftstoffe aktuell bei 800 Euro für flüssige und 1200 Euro für gasförmige Brennstoffe liegen würden, wenn sie denn komplett mit erneuerbaren Energien erzeugt werden würden. Im Emissionshandel kosten die Zertifikate für eine Tonne CO2 aber gerade mal rund 50 Euro. Damit sind E-Fuels oder Wasserstoff zur Zeit sehr weit davon entfernt, wirtschaftlich zu funktionieren.
Die Wissenschaftler warnen im Zuge dessen davor, zu stark auf diese vermeintlichen Alternativen zu setzen. "Wenn wir an Verbrennungstechnologien festhalten - in der Hoffnung, sie mit wasserstoffbasierten Brennstoffen weiter betreiben zu können - und sich dann die neuen Brennstoffe als zu teuer und knapp erweisen, werden wir am Ende weiter auf Öl und Gas zurückgreifen", führte Ueckerdt aus. Und das wäre dann genau das Gegenteil dessen, was eigentlich erreicht werden soll.
Mit den Ergebnissen der Studie untermauern die Forscher einmal mehr die bisher von Experten favorisierte Strategie: Wo immer es möglich ist, sollte auf eine direkte Elektrifizierung gesetzt werden. Das gilt insbesondere also bei Autos, die im Betrieb mit E-Fuels fünfmal mehr Energie als ein Elektroauto benötigen. Wasserstoffbasierte Brennstoffe sollen dann da einspringen, wo Strom nicht direkt genutzt werden kann, wie etwa in der Luftfahrt oder der Stahlproduktion.
Die Forscher aus Potsdam haben berechnet, dass die Kosten zur Vermeidung einer Tonne CO2-Ausstoß durch wasserstoffbasierte Kraftstoffe aktuell bei 800 Euro für flüssige und 1200 Euro für gasförmige Brennstoffe liegen würden, wenn sie denn komplett mit erneuerbaren Energien erzeugt werden würden. Im Emissionshandel kosten die Zertifikate für eine Tonne CO2 aber gerade mal rund 50 Euro. Damit sind E-Fuels oder Wasserstoff zur Zeit sehr weit davon entfernt, wirtschaftlich zu funktionieren.
Bisherige Strategie ist richtig
Die Forscher sehen aber durchaus auch eine Entwicklung in der Sache. Wenn die CO2-Bepreisung ordentlich anzieht und die Wasserstoff-Industrie massiv subventioniert wird, können die Preise bis 2050 auf etwa 20 Euro für flüssige und 270 Euro für gasförmige Brennstoffe sinken. Auf diesem angenommenen Entwicklungspfad wären wasserstoffbasierte Brennstoffe voraussichtlich um 2040 herum wettbewerbsfähig. Das wäre angesichts der Dringlichkeit der Reduzierung von Treibhausgasemissionen aber eindeutig zu spät.Die Wissenschaftler warnen im Zuge dessen davor, zu stark auf diese vermeintlichen Alternativen zu setzen. "Wenn wir an Verbrennungstechnologien festhalten - in der Hoffnung, sie mit wasserstoffbasierten Brennstoffen weiter betreiben zu können - und sich dann die neuen Brennstoffe als zu teuer und knapp erweisen, werden wir am Ende weiter auf Öl und Gas zurückgreifen", führte Ueckerdt aus. Und das wäre dann genau das Gegenteil dessen, was eigentlich erreicht werden soll.
Mit den Ergebnissen der Studie untermauern die Forscher einmal mehr die bisher von Experten favorisierte Strategie: Wo immer es möglich ist, sollte auf eine direkte Elektrifizierung gesetzt werden. Das gilt insbesondere also bei Autos, die im Betrieb mit E-Fuels fünfmal mehr Energie als ein Elektroauto benötigen. Wasserstoffbasierte Brennstoffe sollen dann da einspringen, wo Strom nicht direkt genutzt werden kann, wie etwa in der Luftfahrt oder der Stahlproduktion.
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Christian Kahle
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