Apple muss in den nächsten Jahren kaum Chip-Konkurrenz fürchten

Der Computerkonzern Apple wird auch in den kommenden Jahren die modernsten Chips liefern können. Das Unternehmen hat sich bereits Kapazitäten in den nächsten Generationen von Fertigungsanlagen beim Auftragshersteller TSMC gesichert. Klar ist bereits, dass TSMC mit seinen nagelneuen N5P-Linien im Mai in die Produktion des neuen A15-Chips einsteigen wird. Das SoC soll dann im Herbst als Kern der neuen iPhone 13-Generation auf den Markt kommen. Bei N5P handelt es sich um Prozesse, die im Wesentlichen den aktuellen 5-Nanometer-Linien (N5) gleichen, aber ein wenig besser optimiert sind, so dass sie Chips auswerfen, die etwa zehn Prozent mehr Effizienz mitbringen.

Der nächste große Sprung bei TSMC ist dann die Einführung der N4-Linien, die 4-Nanometer-Architekturen in Silizium umsetzen. Kleinserien will das Unternehmen hier bereits zu Testzwecken ab dem vierten Quartal herstellen, was aber hauptsächlich noch der Entwicklung der Technologien zur Serienreife dient. Die Massenproduktion im Regelbetrieb soll dann ab 2022 erfolgen. So zumindest die offizielle Planung, Quellen des Branchenblattes DigiTimes sprechen davon, dass es deutlich schneller gehen könnte.

N3 wird umfochten sein

Klar ist allerdings, dass Apple auch hier bereits größere Kontingente gebucht hat. Das kali­fornische Unternehmen will sobald es möglich ist, die neuen Chips für die ARM-Macs auf den frag­lichen Pro­duktions­linien herstellen lassen. Die lang­fristigen Planungen haben Vorteile für beide Seiten. Apple kommt hier schnell an die jeweils modernsten Pro­duktions­kapazi­täten und kann diese Anfangs erst einmal besetzen und sich die Konkurrenz ein wenig vom Hals halten. TSMC hingegen hat bereits feste Verträge in der Hand, mit deren planbaren Ein­nahmen der teure Aufbau der Prozess­technologien umgesetzt werden kann.

Schwierig könnte es für Apple allerdings dann bei der N3-Linie TSMCs für 3-Nanometer-Strukturen werden, die voraussichtlich dann Ende 2022 in die Massenproduktion starten kann. Denn hier wollen auch AMD und Intel gern möglichst früh Kapazitäten buchen und beide Unternehmen hätten sowohl die Mittel als auch das Bedürfnis, ein Bieterverfahren gegen Apple durchstehen zu können.

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