TSMC: Mangel an Chips ist laut Vorsitzendem künstlich herbeigeführt
TSMCs Mark Liu warnt angesichts der weltweit geplanten Steigerung der Halbleiterfertigung vor Überkapazitäten. Bereits jetzt wäre genug Fertigungskapazität vorhanden, Probleme seien vielmehr Unsicherheit und Doppelbuchungen. TSMC selbst investiert am meisten in neue Werke.
Der weltweite Halbleitermangel sei schlimmer, als er sein müsste. Schon jetzt wäre mehr als ausreichend Fertigungskapazität vorhanden, um die Nachfrage zu decken. Schuld am gegenwärtigen Dilemma sei die aktuell um sich greifende Unsicherheit und das dadurch bedingte Bestreben von Unternehmen, die eigenen Lager zu füllen - mit mehr Chips als eigentlich benötigt werden. Mark Liu, Vorstandsvorsitzender der weltweit führenden Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC), sagt: Die Chip-Knappheit ist hausgemacht.(via Nikkei Asia)
Einer der bedeutendsten Faktoren wäre laut Liu der Handelsstreit zwischen den USA und China. Als Huaweis Smartphone-Sparte von der internationalen Halbleiterindustrie ausgesperrt wurde, hätten andere Hersteller ihre Bestellungen massiv erhöht.
Würde nun jedes Land die vollständige Halbleiter-Eigenständigkeit anstreben, könnte es durch jetzt überstürztes Handeln am Ende zu einem Verlustgeschäft für alle Beteiligten werden, warnt Liu. Allerdings will TSMC selbst am meisten Geld von allen Herstellern in die Hand nehmen: In den nächsten drei Jahren sollen rund 100 Milliarden Dollar für neue Produktionsstätten und die Ausweitung der eigenen Forschung bereitgestellt werden. (via Bloomberg)
Einer der bedeutendsten Faktoren wäre laut Liu der Handelsstreit zwischen den USA und China. Als Huaweis Smartphone-Sparte von der internationalen Halbleiterindustrie ausgesperrt wurde, hätten andere Hersteller ihre Bestellungen massiv erhöht.
Internationales Aufrüsten
Außerdem sollen damit einhergehende Umschichtungen bei Produktions-Aufträgen zu Unsicherheiten bei den Zulieferketten geführt haben, die den Markt ordentlich durcheinanderwirbelten. Die weiter anhaltende COVID-19-Pandemie und die dadurch angewachsene Nachfrage nach Elektronikgeräten komme zu allem Überfluss erschwerend hinzu. Andererseits rüsten Chipfertiger jedoch - in den USA und der EU von den Regierungen gefördert - weltweit auf, um ihre Kapazität zu erhöhen. Intel beispielsweise gab erst vor kurzem bekannt, 20 Milliarden Dollar in den Ausbau der Halbleiterproduktion zu investieren.Würde nun jedes Land die vollständige Halbleiter-Eigenständigkeit anstreben, könnte es durch jetzt überstürztes Handeln am Ende zu einem Verlustgeschäft für alle Beteiligten werden, warnt Liu. Allerdings will TSMC selbst am meisten Geld von allen Herstellern in die Hand nehmen: In den nächsten drei Jahren sollen rund 100 Milliarden Dollar für neue Produktionsstätten und die Ausweitung der eigenen Forschung bereitgestellt werden. (via Bloomberg)
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