SpaceX kauft Ölplattform zum Schleuderpreis und baut Weltraumhafen
Mit der Trägerrakete Superheavy und dem Raumschiff Starship baut SpaceX ein gewaltiges Raketensystem auf. Das stellt auch die normale Startanlage und deren Umgebung wegen der gewaltigen Energieentwicklung vor Probleme. Die Lösung: Starten von einer Plattform im Meer.
Wie jetzt CNBC berichtet, kommt man mit den Plänen für den "Weltraumhafen auf dem Meer" auch in sehr großen Schritten vorwärts. In der Nähe von Boca Chica befindet sich der Hafen von Brownsville, der unter anderem auch als Parkplatz für ausrangierte Ölplattformen dient. Hier hatte Valaris - einst weltweit größter Besitzer von Ölplattformen - nach dem Konkurs im August 2020 auch die Plattform 8500 und 8501 eingelagert, die in den frühen 2000er Jahren für hunderte Millionen US-Dollar konstruiert worden waren. Genau diese beiden Plattformen hat jetzt SpaceX für seine Zwecke erstanden - zum Schnäppchenpreis von 3,5 Millionen US-Dollar pro Stück.
Der Weltraumhafen auf dem Meer wird jetzt aufgebaut
Elon Musk ist es gewohnt, mit seinen Projekten große Ambitionen zu verfolgen. Für SpaceX ist das aktuelle Endziel klar: noch in diesem Jahrzehnt will man zum Mars fliegen. Für diese Reise entwickelt man aktuell ganz untraditionell auf einem allseits einsehbaren Gelände in Boca Chica Texas die wiederverwendbare Trägerrakete Superheavy und das Raumschiff Starship - auch angedacht für Reisen zum Mond und für Hyperschallflüge auf der Erde. Das Problem: Das System ist so groß und die Kräfte beim Start so gewaltig, dass für den Launch unter Volllast besondere Vorkehrungen getroffen werden müssen. Schon vor einem Jahr hatte Elon Musk in einem Tweet verraten, an welche Lösung man hier denkt.Phobos und Deimos
Die erste Meldung über den Kauf von SpaceX ist dabei den aufmerksamen SpaceX-Enthusiasten von NASASpaceflight zu verdanken. Wie deren ausführliche Recherche zeigt, war für den Kauf kurz zuvor ein Subunternehmen mit dem Namen "Lone Star Mineral Development LLC" im Namen des SpaceX CFO Bret Johnsen gegründet worden. Auch die Namen der Plattformen wurden schnell für ihren zukünftigen Zweck angepasst: Phobos und Deimos, die beiden Monde des Mars.
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