Weltraumschrott: ESA warnt vor gefährlicher "Zumüllung" des Orbits

Es wird eng im Orbit: Diese Botschaft unterstreicht die Europäische Raum­fahrtagentur ESA in einem Bericht zum Zustand der Umgebung des Planeten. Denn im erdnahen Bereich kommen immer mehr Objekte, allen voran Satelliten hinzu.
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Die European Space Agency (ESA) eröffnet ihren vor kurzem veröffentlichten Bericht bildlich und meint: "Stellen Sie sich vor, Sie fahren eine Straße entlang, auf der mehr kaputte Autos, Fahrräder und Transporter stehen als funktionierende Fahrzeuge. Das ist die Szene, die unsere Satelliten in der Erdumlaufbahn vorfinden. Tatsächlich gibt es seit Beginn des Raumfahrtzeitalters mehr Trümmer bzw. 'Weltraumschrott' im Orbit als einsatzfähige Satelliten."

Den Space Environment Report (via Heise) kann man mit die "Alarmglocken schrillen lassen" zusammenfassen, denn die ESA meint, dass "unser derzeitiges Verhalten im Weltraum unhaltbar ist". Weiter schreibt die Raumfahrtagentur: "Wenn wir so weitermachen wie bisher, wird es die Anzahl der Objekte im Orbit schwer machen, überhaupt noch sicher im Weltraum zu operieren."


Die Weltraumagenturen verbessern allerdings auch ihre Fähigkeiten, Weltraumschrott zu tracken und zu katalogisieren. Mit der erhöhten Genauigkeit wächst auch die Anzahl der Objekte, die man im Orbit findet, mittlerweile liegt die Zahl bei mehr als 25.000.

SpaceX müllt den Orbit zu

Haupt-"Schuldiger" an dem Anstieg sind kommerzielle Satelliten, vor allem jene, die als Teil großer Konstellationen ins All geschossen werden. Namen nennt die ESA zwar keine, es ist aber klar, dass vor allem ein Unternehmen bzw. ein Angebot verantwortlich ist: SpaceX bzw. Starlink.

Satelliten wie jene von SpaceX befinden sich im erdnahen Orbit und das ist vor allem deshalb problematisch, weil diese dort in der Regel auch bleiben. Denn in dieser Höhe wird zumeist nicht an die Entsorgung - also kontrollierte Abstürze - gedacht. Im Gegensatz dazu ist das Verglühen von Satelliten in geostationären Orbits die Regel.
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