Trump vs. Huawei: US-Regierung will den Handel mit Intel verbieten
Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump soll aktuellen Berichten zufolge einen letzten Schlag gegen Huawei vorbereiten. Unter anderem Chipherstellern wie Intel könnte der Handel mit dem chinesischen Konzern untersagt werden. Sind jetzt die Huawei-Notebooks in Gefahr?
Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, zieht die scheidende US-Administration hinsichtlich Huawei die Daumenschrauben weiter an. Geplant sei es, ab sofort auch Intels Sondergenehmigung zu widerrufen, die es US-Unternehmen bisher erlaubte, unter anderem Prozessoren für Notebooks an Huawei zu liefern. Diese werden vorrangig, neben diversen Modellen mit AMD-Chips, in den zuletzt 2020 aktualisierten Laptops der MateBook-Baureihe verbaut. Für sie erhielt auch der Softwarekonzern Microsoft eine Genehmigung, um Huawei mit dem Windows 10-Betriebssystem zu beliefern.
Huawei befindet sich seit Mai 2019 auf der so genannten "Entity List" des Handelsministeriums und wird somit daran gehindert US-Waren und -Technologien für seine Produkte einzukaufen. Besondere Aufmerksamkeit erhielten die Smartphones des chinesischen Unternehmens, die seit geraumer Zeit zwar mit Android, jedoch ohne Google-Dienste ausgeliefert werden. Somit können Nutzer unter anderem Apps nicht mehr über den klassischen Play Store installieren, sondern müssen hierfür auf die weniger gut bestückte App Gallery des Herstellers ausweichen. Huawei arbeitet derweil an einer Alternative zu Google Android.
Siehe auch:
Notebook-Geschäft in Gefahr: Hoffnung liegt auf Joe Biden
Ein Intel-Bann könnte dafür sorgen, dass zukünftige Notebooks des chinesischen Herstellers ausschließlich mit CPUs von AMD bestückt werden dürften. Bisher scheint es keine Anzeichen dafür zu geben, dass auch dieser Zulieferer vom Widerruf der Ausnahmeregelungen betroffen ist. Der eingeleitete Prozess des US-Handelsministeriums überschreitet jedoch die Amtszeit von Präsident Donald Trump, der am 20. Januar den Weg für den designierten Präsidenten Joe Biden frei macht. Bis zu 45 Tage können vergehen, bis die Ablehnungsbescheide rechtskräftig werden. Dennoch bleibt abzuwarten, ob Biden nach seinem Amtsantritt auch diese Entscheidungen der Trump-Administration kippen wird.Huawei befindet sich seit Mai 2019 auf der so genannten "Entity List" des Handelsministeriums und wird somit daran gehindert US-Waren und -Technologien für seine Produkte einzukaufen. Besondere Aufmerksamkeit erhielten die Smartphones des chinesischen Unternehmens, die seit geraumer Zeit zwar mit Android, jedoch ohne Google-Dienste ausgeliefert werden. Somit können Nutzer unter anderem Apps nicht mehr über den klassischen Play Store installieren, sondern müssen hierfür auf die weniger gut bestückte App Gallery des Herstellers ausweichen. Huawei arbeitet derweil an einer Alternative zu Google Android.
Siehe auch:
- Trump-Regierung: Xiaomi landet auf der "schwarzen Liste"
- Huawei: Wer von straffer Konzernlinie abweicht bekommt Probleme
- Ohne Huawei-Embargo: Honor baut Smartphones mit Qualcomm-CPUs
- Huawei: Massiver Einbruch bei Produktion und Verkauf wird erwartet
- Von wegen Ersatz: Huaweis Harmony OS basiert (noch) auf Android
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Stefan TrunzikLeitender Redakteur bei WinFuture.de
IT-Journalist seit 2003, der Hardware, Spiele und Gadgets selbst im Alltag testet. Sein Fokus liegt auf Kaufberatung und Verbraucherthemen.
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