Smartphones als Politikum:
Indien sperrt China-Apps TikTok, Weibo etc.
Die politischen Spannungen zwischen Indien und China betreffen ab sofort auch den Smartphone-Markt und die Endkunden direkt. In einem überraschenden Schritt hat die indische Regierung eine Vielzahl wichtiger Apps chinesischer Entwickler verboten.
Wie das indische Ministerium für Elektronik und IT heute in einer Pressemitteilung verlauten ließ, ist ab sofort der Vertrieb von Apps, die "die Souveränität und Integrität Indiens gefährden", die "Verteidigung des Landes, die Sicherheit und die öffentliche Ordnung" negativ beeinflussen, in dem Land verboten. Dies betrifft eine Reihe von extrem populären Software-Produkten, darunter TikTok, die Xiaomi Mi Community App und das Spiel Clash of Kings.
Als Gründe für das weit reichende App-Verbot nennt Indien Beschwerden von über 130.000 indischen Kunden, die mögliche Mängel bezüglich der Datensicherheit und des Schutzes der Privatsphäre befürchten. Es gebe diverse Beschwerden aus zahlreichen Quellen, laut denen viele der betroffenen Apps "Daten stehlen und heimlich Nutzerdaten an Server außerhalb des Landes" übertragen, ohne zuvor die Zustimmung der Anwender eingeholt zu haben.
Durch die Erfassung und Verarbeitung der so erfassten Daten in Form von Nutzerprofilen durch "feindliche Elemente", seien nun dringende Maßnahmen nötig. Hintergrund sind offenbar Grenzstreitigkeiten zwischen Indien und China, die kürzlich in einer tödlichen Auseinandersetzung zwischen Truppen der beiden Länder resultierten. Aufgrund des auch in Indien weit verbreiteten starken Nationalismus gab es auch schon zuvor immer wieder Aufrufe, chinesische Apps und andere Produkte zu boykottieren, denen sich viele Menschen freiwillig anschlossen.
Lange Liste populärer Apps jetzt verboten
Neben dem extrem beliebten Kurz-Video-Social-Media-Dienst TikTok gehören auch diverse Apps von Xiaomi zu den jetzt in Indien verbotenen Anwendungen, darunter neben der Mi Community App auch Mi Video Call. Eine Reihe von bekannten Werkzeugen wie Parallel Space, Xender, Shareit und Cam Scanner stehen ebenfalls auf der schwarzen Liste der indischen Behörden. Bisher ist unklar, ob die Regierung in Indien eine Löschung der betroffenen Apps aus den Stores von Google, Apple & Co anstrebt.Als Gründe für das weit reichende App-Verbot nennt Indien Beschwerden von über 130.000 indischen Kunden, die mögliche Mängel bezüglich der Datensicherheit und des Schutzes der Privatsphäre befürchten. Es gebe diverse Beschwerden aus zahlreichen Quellen, laut denen viele der betroffenen Apps "Daten stehlen und heimlich Nutzerdaten an Server außerhalb des Landes" übertragen, ohne zuvor die Zustimmung der Anwender eingeholt zu haben.
Durch die Erfassung und Verarbeitung der so erfassten Daten in Form von Nutzerprofilen durch "feindliche Elemente", seien nun dringende Maßnahmen nötig. Hintergrund sind offenbar Grenzstreitigkeiten zwischen Indien und China, die kürzlich in einer tödlichen Auseinandersetzung zwischen Truppen der beiden Länder resultierten. Aufgrund des auch in Indien weit verbreiteten starken Nationalismus gab es auch schon zuvor immer wieder Aufrufe, chinesische Apps und andere Produkte zu boykottieren, denen sich viele Menschen freiwillig anschlossen.
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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