Microsoft baut sich eigene Bodenstationen für Satelliten-Kontakte
Microsoft wird in Kürze damit beginnen, eigene Bodenstationen für Verbindungen zu Satelliten aufzubauen. Mit diesen will man zukünftig auf direktem Weg Daten von Systemen aus dem Orbit empfangen und für Kunden auswerten können.
Der Redmonder Software-Konzern hat sich jetzt eine Betriebsgenehmigung für zwei Bodenstationen von der US-Telekommunikationsbehörde FCC eingeholt, berichtete der US-Sender CNBC. Diese gilt für sechs Monate und stellt eine Testphase dar, die Erfahrungen liefern soll, um anschließend weitaus umfassendere Aktivitäten in dem Bereich zu beginnen. Die Bodenstationen werden beide im US-Bundesstaat Washington in der Nähe des Konzernsitzes in Redmond stehen.
Die nun beginnende Testphase soll die Grundlagen für weiterführende Satelliten-Dienste legen. Hier geht es darum, Daten von diversen Raumfahrzeugen im Erdorbit auf direktem Weg in die Azure-Datenzentren zu schleusen. Dort können sie dann mit den passenden Anwendungen und der nötigen Rechenleistung ausgewertet und für weiterführende Aufgaben aufbereitet werden. Bisher müssen Nutzer die Daten, die sie von Satelliten-Betreibern bekommen, auf anderen Wegen in die Datenzentren befördern, was es wesentlich komplizierter macht.
Im Zuge der Ignite-Konferenz, die in einigen Tagen startet, wollen die Redmonder bereits erste Demonstrationen des neuen Services vorführen können. Immerhin werden auf dem Event verschiedene potenzielle Kunden zugegen sein. Wenn die Tests erfolgreich verlaufen und Interesse vorhanden ist, sollen internationale Betriebsgenehmigungen beantragt werden, so dass Microsoft viele Azure-Rechenzentren in aller Welt mit eigenen Bodenstationen ausstatten kann.
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Die nun beginnende Testphase soll die Grundlagen für weiterführende Satelliten-Dienste legen. Hier geht es darum, Daten von diversen Raumfahrzeugen im Erdorbit auf direktem Weg in die Azure-Datenzentren zu schleusen. Dort können sie dann mit den passenden Anwendungen und der nötigen Rechenleistung ausgewertet und für weiterführende Aufgaben aufbereitet werden. Bisher müssen Nutzer die Daten, die sie von Satelliten-Betreibern bekommen, auf anderen Wegen in die Datenzentren befördern, was es wesentlich komplizierter macht.
Tests laufen mit Deimos-2
Für den Testbetrieb wird sich Microsoft mit dem spanischen Satelliten Deimos-2 verbinden, der im Sommer 2014 gestartet wurde und inzwischen vom kanadischen Unternehmen UrtheCast betrieben wird. Dieser liefert aus einem sonnensynchronen Orbit Bilder von der Erde. Von den neuen Bodenstationen Microsofts aus gibt es jeweils nur einige Minuten Sichtkontakt, in denen dann die Daten heruntergeladen werden müssen, bevor der Satellit wieder hinter dem Horizont verschwindet. Das stellt eine gewisse Herausforderung dar.Im Zuge der Ignite-Konferenz, die in einigen Tagen startet, wollen die Redmonder bereits erste Demonstrationen des neuen Services vorführen können. Immerhin werden auf dem Event verschiedene potenzielle Kunden zugegen sein. Wenn die Tests erfolgreich verlaufen und Interesse vorhanden ist, sollen internationale Betriebsgenehmigungen beantragt werden, so dass Microsoft viele Azure-Rechenzentren in aller Welt mit eigenen Bodenstationen ausstatten kann.
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