Adieu Amazon: Minecraft läuft bald vollständig auf Microsoft Azure
Die Technik hinter dem populären Computerspiel Minecraft befindet sich inmitten einer Umstellung von Amazons Cloud-Infrastruktur, den Amazon Web Services (AWS), auf Microsofts eigene Server-Plattform Azure. Dies bestätigte der Redmonder Konzern gestern.
Das Entwicklerteam hinter Minecraft, Mojang, nutzt AWS seit sechs Jahren. Unter anderem werden die Server für ein gebührenpflichtiges Angebot namens Realms benötigt. Minecraft-Nutzer, die dafür im Abo bezahlen, steht es im Programm offen, einen privaten Bereich einzurichten, in dem nur sie zusammen mit eigenen Freunden spielen können.
Aus Sicht des Softwarekonzerns hätte so eine Umstellung vermutlich schon deutlich früher erfolgen können. Doch Matt Booty, der Chef der Microsoft Game Studios, deutete in einem Interview mit Gamesindustry.biz zuletzt an, was einer der entscheidenden Gründe für das lange Festhalten von Mojang an AWS ist: Microsoft wollte dem neu hinzugekommenen Team, das mit seinem Produkt ohne fremde Hilfe bereits riesige Erfolge verzeichnen konnte, nicht einfach diverse Unternehmensvorgaben aufzwingen. Minecrafts bis heute andauernde Popularität könnte also auch auf Microsofts Fähigkeit zur Zurückhaltung fußen.
Nichtsdestotrotz befindet sich der Umstieg Minecrafts auf die Azure-Server inzwischen auf der Zielgeraden. Laut Microsoft sind entsprechende Arbeiten intern tatsächlich schon mehrere Jahre im Gange. "Die Mojang Studios haben AWS in der Vergangenheit genutzt, doch über den Kurs der letzten paar Jahre haben wir eine Migration aller Cloud-Dienste auf Azure angestoßen", heißt es in einer E-Mail des Unternehmens an CNBC.
Download Minecraft - Kultgame für Kreative Siehe auch:
Microsoft investierte groß in Mojang
Microsoft hatte Mojang im Jahr 2014 für 2,5 Milliarden Dollar aufgekauft. Nur wenige Monate davor hatte Amazon seinerseits noch eine Partnerschaft mit dem Entwicklerstudio bekannt gegeben. Der Wechsel von AWS zu Azure kommt also angesichts der Investitionen, die Microsoft in Mojang getätigt hat, nicht überraschend.Aus Sicht des Softwarekonzerns hätte so eine Umstellung vermutlich schon deutlich früher erfolgen können. Doch Matt Booty, der Chef der Microsoft Game Studios, deutete in einem Interview mit Gamesindustry.biz zuletzt an, was einer der entscheidenden Gründe für das lange Festhalten von Mojang an AWS ist: Microsoft wollte dem neu hinzugekommenen Team, das mit seinem Produkt ohne fremde Hilfe bereits riesige Erfolge verzeichnen konnte, nicht einfach diverse Unternehmensvorgaben aufzwingen. Minecrafts bis heute andauernde Popularität könnte also auch auf Microsofts Fähigkeit zur Zurückhaltung fußen.
Nichtsdestotrotz befindet sich der Umstieg Minecrafts auf die Azure-Server inzwischen auf der Zielgeraden. Laut Microsoft sind entsprechende Arbeiten intern tatsächlich schon mehrere Jahre im Gange. "Die Mojang Studios haben AWS in der Vergangenheit genutzt, doch über den Kurs der letzten paar Jahre haben wir eine Migration aller Cloud-Dienste auf Azure angestoßen", heißt es in einer E-Mail des Unternehmens an CNBC.
Minecraft populär wie nie und ganz auf Azure
Die aktuellen Planungen sehen vor, die Umstellung Minecrafts von AWS auf Azure bis Ende 2020 vollständig abzuschließen. Das Spiel mit zentralem Fokus auf die kreativen Ideen der Nutzer hatte im Mai dieses Jahres die Marke von 200 Millionen verkauften Exemplaren überschritten. Das hat auch mit der Multiplattformausrichtung des Titels zu tun. Neben Windows 10 ist Minecraft für alle aktuellen Konsolen und mobilen Betriebssysteme erhältlich. Rund 126 Millionen Nutzer sind laut Microsoft monatlich in dem Spiel aktiv. Somit ist der Anreiz des Unternehmens hoch, die Abhängigkeit vom Konkurrenten Amazon endlich ganz zu kappen.Download Minecraft - Kultgame für Kreative Siehe auch:
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