Google Chrome: Browser bleibt bis auf Weiteres Speicherfresser
Google hat sich dazu entschlossen, in Chrome unter Windows 10 eine neue Lösung zur Reduzierung des Arbeitsspeicherbedarfs zu deaktivieren. Das Feature war ursprünglich von Microsoft für den eigenen Browser Edge entwickelt worden.
Die Negativschlagzeilen rund um Googles weit verbreiteten Chrome-Browser reißen nicht ab. Das Programm gilt schon lange als Ressourcenfresser und kann dadurch sowohl auf die System- als auch die Akkuleistung eklatanten Einfluss nehmen. Eines der Hauptprobleme, nämlich den enormen Bedarf an Arbeitsspeicher, hatte sich zuletzt Microsoft vorgeknöpft. Das Redmonder Unternehmen stellte für Windows 10 eine Neuerung bereit, die allen auf dem Open-Source-Projekt Chromium basierenden Browsern - also auch Chrome - in diesem Bereich weiterhelfen sollte.
Google entschied sich zunächst dafür, diese Neuerung ebenfalls für den eigenen Browser Chrome zu nutzen. Ein Intel-Ingenieur deckte zu Beginn dieses Monats dann allerdings beunruhigende Folgeerscheinungen dieser Implementierung auf.
Auf Basis dieser Erkenntnisse wird Google mit der kommenden Chrome-Version 85 das neue RAM-Management unter Windows 10 wieder deaktivieren. Allerdings soll weiterhin an Verbesserungen in dem Bereich gearbeitet werden. Dawson nach handelt es sich bei der aktuellen Maßnahme lediglich um eine kurzzeitige Verzögerung für eine effizientere Speicherverwaltung unter Chrome. Wie genau diese dann aber umgesetzt werden soll, bleibt vorerst unklar.
Für frustrierte Chrome-Anwender gibt es freilich außerdem die Möglichkeit, sich nach einer Alternative umzusehen. Wie zuletzt aufgezeigt, bieten Browser wie eben Microsofts neuer Edge oder für Mac-Nutzer Apples Safari in Sachen Geschwindigkeit und Energieeffizienz Vorteile gegenüber Chrome.
Download Google Chrome Download Download Microsoft Edge Download Siehe auch:
Neues Speichermanagement funktioniert, macht aber Probleme
Die Mitte Juni von Microsoft vorgestellte Lösung nutzt eine neue segmentierte Datenstruktur für die Speicherverwaltung von Win32-Programmen, die mit dem Mai-2020-Update (Version 2004) für Windows 10 eingeführt wurde. Dadurch konnte offiziellen Angaben nach der RAM-Bedarf des Edge-Browser um 27 Prozent reduziert werden.Google entschied sich zunächst dafür, diese Neuerung ebenfalls für den eigenen Browser Chrome zu nutzen. Ein Intel-Ingenieur deckte zu Beginn dieses Monats dann allerdings beunruhigende Folgeerscheinungen dieser Implementierung auf.
RAM-Optimierung nicht ganz gestrichen
Wie von Intel zuerst bemerkt und darauf von Google bestätigt (via Techdows), führt das veränderte Speichermanagement von Chrome unter Windows 10 zu einer erheblichen Verschlechterung der Leistung von PCs. Mit Browsertests wie Speedometer 2.0, WebXPRT3 und JetStream2 wurden eine bis zu 10 Prozent verringerte CPU-Performance und ein um bis zu 13 Prozent gesteigerter Energiebedarf des Prozessors registriert. Google-Programmierer Bruce Dawson bezeichnete die Kosten für die CPU-Leistung als "zu hoch", um diese Form der Optimierung weiterhin im Browser einzusetzen.Auf Basis dieser Erkenntnisse wird Google mit der kommenden Chrome-Version 85 das neue RAM-Management unter Windows 10 wieder deaktivieren. Allerdings soll weiterhin an Verbesserungen in dem Bereich gearbeitet werden. Dawson nach handelt es sich bei der aktuellen Maßnahme lediglich um eine kurzzeitige Verzögerung für eine effizientere Speicherverwaltung unter Chrome. Wie genau diese dann aber umgesetzt werden soll, bleibt vorerst unklar.
Für frustrierte Chrome-Anwender gibt es freilich außerdem die Möglichkeit, sich nach einer Alternative umzusehen. Wie zuletzt aufgezeigt, bieten Browser wie eben Microsofts neuer Edge oder für Mac-Nutzer Apples Safari in Sachen Geschwindigkeit und Energieeffizienz Vorteile gegenüber Chrome.
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