US-Amazon-Mitarbeiter klagen gegen schlampige Corona-Maßnahmen
Amazon geht seit dem Beginn der Corona-Pandemie recht offensiv mit Problemen um, die in den Logistikzentren auf das Unternehmen zukamen. Doch nicht alles klappt so gut wie kommuniziert: Jetzt haben Arbeiter den Konzern verklagt.
Drei Amazon-Mitarbeiter aus dem New Yorker Logistikzentrum JFK8 auf Staten Island haben eine Klage gegen ihren Arbeitgeber Amazon eingereicht. Es geht ihnen dabei um bessere Einhaltung von Vorsichtsmaßnahmen gegen Covid-19 und um bessere Maßnahmen, wenn Kontaktpersonen nachweislich erkrankt sind. Das berichtet der Nachrichtensender CNBC. Es geht in der Klage um "schlampige Kontaktverfolgung", so der Sender. Die Arbeiter wollen dabei nicht etwa Geld, sondern einen besseren Schutz für sich und die Kollegen.
Infografik: So viele Menschen arbeiten für die Tech-Riesen
In JFK8 war bereits ein Amazon-Mitarbeiter an dem Coronavirus verstorben. Als nun ein Teamleiter positiv getestet wurde, fehlte es laut den Klägern am richtigen Umgang. Ein Mitarbeiter berichtete, dass er seinen Arbeitgeber informiert habe, dass sein Teamleiter erkrankt sei und er nun davon ausgehe, auch betroffen zu sein. Er ging davon aus, dass er sich testen lassen kann und solang zuhause unter Quarantäne abwarte, aber Amazon habe ihn aufgefordert, sich am nächsten Tag wie gewohnt zur Arbeit zu melden. Die Kläger sagen, dass Amazon die Richtlinien der öffentlichen Gesundheitsbehörden nicht eingehalten habe.
"Amazon gibt vor, die Verantwortung für die 'Rückverfolgung von Kontakten' zu übernehmen, lehnt es aber ab, die grundlegendsten Schritte zur Rückverfolgung von Arbeiterkontakten zu unternehmen und in einigen Fällen absichtlich Informationen darüber, wer sich mit dem Virus angesteckt hat, vor den Mitarbeitern zu verbergen", heißt es in der Klage,
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In JFK8 war bereits ein Amazon-Mitarbeiter an dem Coronavirus verstorben. Als nun ein Teamleiter positiv getestet wurde, fehlte es laut den Klägern am richtigen Umgang. Ein Mitarbeiter berichtete, dass er seinen Arbeitgeber informiert habe, dass sein Teamleiter erkrankt sei und er nun davon ausgehe, auch betroffen zu sein. Er ging davon aus, dass er sich testen lassen kann und solang zuhause unter Quarantäne abwarte, aber Amazon habe ihn aufgefordert, sich am nächsten Tag wie gewohnt zur Arbeit zu melden. Die Kläger sagen, dass Amazon die Richtlinien der öffentlichen Gesundheitsbehörden nicht eingehalten habe.
Kontaktprüfung mangelhaft
Der Konzern soll anhand von Video-Überwachungsmaterial prüfen, welche Personen als mögliche Kontaktpersonen zu Infizierten in Frage kommen. Während der Arbeiter glaubhaft macht, dass er länger und immer wieder in der Nähe des kranken Teamleiters war, meint Amazon dennoch, dass es zu keinen "qualifizierten" Kontakten gekommen sei. Die Mitarbeiter wollen sich und ihre Kollegen aber nicht den Risiken aussetzen und halten die Video-Auswertung für falsch."Amazon gibt vor, die Verantwortung für die 'Rückverfolgung von Kontakten' zu übernehmen, lehnt es aber ab, die grundlegendsten Schritte zur Rückverfolgung von Arbeiterkontakten zu unternehmen und in einigen Fällen absichtlich Informationen darüber, wer sich mit dem Virus angesteckt hat, vor den Mitarbeitern zu verbergen", heißt es in der Klage,
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