Zoom: Keine Sicherheit für alle, um der Polizei Schnüffeln zu erleichtern
Der Videokonferenz-Anbieter Zoom erlebt seit Wochen und Monaten einen gewaltigen Höhenflug, doch es gibt auch immer wieder Kritik an der Sicherheit des Dienstes. Die wurde zwar teilweise bereits angesprochen, doch manches lässt Zoom bewusst "ungesichert".
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist heutzutage in vielen Anwendungen gang und gäbe, bei Zoom hat man sich offenbar ganz bewusst dagegen entschieden, zumindest in der kostenlos nutzbaren Variante. Denn im Zuge der Bekanntgabe der aktuellen Geschäftszahlen bestätigte Chief Executive Officer Eric Yuan, dass nur Bezahlkunden eine sichere Verbindung bekommen.
Das ist zweifellos eine erstaunliche Argumentation. Denn Zoom nimmt eine potenzielle Gefährdung vieler durch einen möglichen Missbrauch weniger (wenn überhaupt) in Kauf. Ebenso erstaunlich ist, dass man das auch gar nicht weiter leugnet, vor allem angesichts der diversen Privatsphäreprobleme, die Zoom erst vor wenigen Wochen einräumen musste.
Dass der Zoom-CEO bei der bewusst fehlenden Verschlüsselung auf die Behörden verweist, ist auch angesichts der aktuellen wütenden Proteste in den USA erstaunlich. Clever war diese Aussage jedenfalls nicht, denn in sozialen Netzwerken meldeten sich bereits zahlreiche (Business-)Nutzer zu Wort, die ankündigten, ihr Zoom-Abonnement zu kündigen.
Siehe auch: Zoom plant bessere Verschlüsselung - aber nicht für jeden Nutzer
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Zoom soll für "böse Zwecke" genutzt werden
Die Begründung ist in Zeiten von Protesten gegen Polizeigewalt und Überwachung bemerkenswert. Denn laut Bloomberg sagte Yuan: "Kostenlos-Nutzern wollen wir sicher keine (Verschlüsselung) geben, da wir auch mit dem FBI und lokalen Behörden zusammenarbeiten wollen, für den Fall, dass einige Leute Zoom für böse Zwecke nutzen."Das ist zweifellos eine erstaunliche Argumentation. Denn Zoom nimmt eine potenzielle Gefährdung vieler durch einen möglichen Missbrauch weniger (wenn überhaupt) in Kauf. Ebenso erstaunlich ist, dass man das auch gar nicht weiter leugnet, vor allem angesichts der diversen Privatsphäreprobleme, die Zoom erst vor wenigen Wochen einräumen musste.
Leichtes Spiel für Behörden - und Hacker
So wurde unter anderem bekannt, dass Zoom einen Teil seiner Anrufe bzw. Konferenzen über Server in China leitet, zudem leitete der Videokonferenz-Anbieter Daten an Facebook weiter, ohne Nutzer darüber in Kenntnis zu setzen.Dass der Zoom-CEO bei der bewusst fehlenden Verschlüsselung auf die Behörden verweist, ist auch angesichts der aktuellen wütenden Proteste in den USA erstaunlich. Clever war diese Aussage jedenfalls nicht, denn in sozialen Netzwerken meldeten sich bereits zahlreiche (Business-)Nutzer zu Wort, die ankündigten, ihr Zoom-Abonnement zu kündigen.
Siehe auch: Zoom plant bessere Verschlüsselung - aber nicht für jeden Nutzer
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