Amazon führt "drastische" Kürzung der Webseiten-Provisionen durch
Mit dem Affiliate-Programm von Amazon wird man zwar zweifellos nicht reich, für viele Webseiten ist es aber ein nettes und vielfach auch notwendiges Zubrot, auch bei uns. Doch der Versandhausriese wird diese Provisionen teilweise signifikant reduzieren.
So genannte Affiliate-Links sind ein weit verbreiteter Weg, auf einer Seite ein paar Euro zu verdienen. Denn hierbei werden Links zu Amazon und auch anderen Shops mit einem speziellen Code versehen. Klickt der Nutzer ein entsprechendes Produkt an und kauft es später, dann bekommt der Vermittler eine kleine Beteiligung - ohne dass das Produkt für den Kunden teurer wird.
So werden beispielsweise die Provisionen für Heimwerker-, Garten und Haustierprodukte sowie Möbel von acht auf drei Prozent gekürzt. Bei Kopfhörern, Kosmetik und Musikinstrumenten wird die Rate von sechs auf drei Prozent halbiert. Viele weitere Kategorien wie Lebensmittel, Sport, Babyprodukte und Werkzeuge fallen auf gar ein bis drei Prozent.
Der Schritt betrifft vorerst nur den US-Markt, dort wurden die ersten Amazon-Partner wohl bereits informiert, der Versandhändler hat das auch gegenüber CNBC bestätigt. Die Reduktion gilt ab 21. April, also nächsten Dienstag. Derzeit ist nicht bekannt, ob Amazon auch in Europa ähnliche Anpassungen plant, es wäre aber nicht überraschend, wenn man auch bei uns nachzieht.
Als Grund gab Amazon an, dass man regelmäßig sein Programm neu bewertet und darauf verwiesen, dass das Standardpraxis in der Industrie sei. Einen Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie wollte Amazon nicht bestätigen.
Zunächst in den USA, folgt Europa?
Reich wird damit aber wie erwähnt keiner, da Amazon mit einer Deckelung arbeitet. Das bedeutet, dass selbst teure Produkte nur einige wenige Cents oder Euro abwerfen und das obwohl die Beteiligung auf dem Papier mehrere Prozent verspricht. Doch künftig dürften die Auszahlungen noch geringer ausfallen als bisher. Denn laut einem Bericht von CNBC plant der Konzern aus Seattle, die Provisionen für zahlreiche Kategorien um 50 Prozent und mehr zu kürzen.So werden beispielsweise die Provisionen für Heimwerker-, Garten und Haustierprodukte sowie Möbel von acht auf drei Prozent gekürzt. Bei Kopfhörern, Kosmetik und Musikinstrumenten wird die Rate von sechs auf drei Prozent halbiert. Viele weitere Kategorien wie Lebensmittel, Sport, Babyprodukte und Werkzeuge fallen auf gar ein bis drei Prozent.
Der Schritt betrifft vorerst nur den US-Markt, dort wurden die ersten Amazon-Partner wohl bereits informiert, der Versandhändler hat das auch gegenüber CNBC bestätigt. Die Reduktion gilt ab 21. April, also nächsten Dienstag. Derzeit ist nicht bekannt, ob Amazon auch in Europa ähnliche Anpassungen plant, es wäre aber nicht überraschend, wenn man auch bei uns nachzieht.
Als Grund gab Amazon an, dass man regelmäßig sein Programm neu bewertet und darauf verwiesen, dass das Standardpraxis in der Industrie sei. Einen Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie wollte Amazon nicht bestätigen.
| Produktkategorie | Neue Provision |
|---|---|
| Möbel, Heim, Heimwerker, Rasen & Garten, Haustierprodukte, Pantry | 3,00% |
| Kopfhörer, Schönheit, Musikinstrumente, Geschäfts- und Industriebedarf | 3,00% |
| Outdoor, Werkzeuge | 3,00% |
| Lebensmittel | 1,00% |
| Sport | 3,00% |
| Babyprodukt | 3,00% |
| Gesundheit & Körperpflege | 1,00% |
| Amazon Fresh | 1,00% |
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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