Firefox 75 fragt per Agent täglich nach, was der Standard-Browser ist

Die Nutzer von Firefox werden immer seltener und an sich hat sich der Mozilla-Browser Nutzerfreundlichkeit und Privatsphäre auf seine Fahnen geschrieben. Doch ab der Version Nummer 75 haben die Entwickler zweifelhafte "Features" umgesetzt.
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Man kann sicherlich schon von einem Niedergang sprechen, denn vom einstigen Liebling von Profinutzern ist Firefox schon lange weg. Zuletzt musste man den nächsten großen Tiefschlag erleben, denn die Mozilla-Anwendung erreichte im März 2020 nur noch einen Marktanteil von 7,36 Prozent und wurde überdies von Microsofts Edge überholt, der neue Chromium-basierte Browser aus Redmond kam auf 7,49 Prozent.

Tägliche Abfrage des Standards

Die Nervosität bei Mozilla ist wohl schon gewaltig, anders kann man sich die Neuerungen von Firefox nicht erklären. Denn mit der gerade veröffentlichten neuesten Version des Browsers wird bei Nutzern einmal täglich abgefragt, ob Firefox als Standardbrowser eingestellt ist. Das muss man manuell in den Einstellungen deaktivieren.

Doch wie Techdows berichtet (via Deskmodder), ist das nicht alles: Der "Default Browser Agent" läuft mit jeder Firefox-Installation automatisch bzw. voreingestellt mit, damit sammelt Mozilla diverse Daten, darunter zu Version, Betriebssystem sowie alter und neuer Standardbrowser. Mit dieser Telemetrie-Erfassung will Mozilla "Trends bei den Standardbrowsern so verstehen können, dass wir Firefox verbessern können. Wir hoffen, dass wir durch ein besseres Verständnis unserer Benutzer und ihrer Wahlmöglichkeiten in Bezug auf Browser-Präferenzen weiterhin einen besseren Firefox entwickeln können."

Dazu kommt noch eine Aufgabe, die in der Aufgabenplanung des Betriebssystems zu finden ist, diese ist aber wohl nicht bei allen Nutzern zu finden, wir konnten dort jedenfalls nichts entdecken.

Der Default Browser Agent ist zwar kein echter Datenschutz-Fauxpas und man kann wohl davon ausgehen, dass Mozilla mit anonymisierten Daten kein Schindluder treibt, dennoch ist das wohl nicht etwas, was man sich von Firefox erwarten würde.

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