Russland: Corona-Infizierte werden fotografiert & getrackt

Kirche, Moskau, Basiliuskathedrale, Moscow Bildquelle: Bernt Rostad / Flickr
Andere Länder, andere Maßnahmen gegen Corona. In Moskau werden Patienten, die positiv auf Corona getestet wurden, sofort fotografiert und in einer Datenbank gespeichert. Außerdem wird eine "Social Monitoring-Smartphone-App" getestet, die Hausisolation überwacht. Russland hatte als Reaktion auf die Corona-Krise zunächst offiziell nur eine Woche voll bezahlten Urlaub für alle Bürger ausgerufen, dieser wurde vor Kurzem auf einen Monat ausgedehnt. Am Freitag wurden jetzt aber neue Maßnahmen bekannt, die Russland im Kampf gegen den Virus trifft - sie lassen hierzulande diskutierte Pläne zu Tracking-Apps und Listen von Corona-Infizierten die an Polizei übermittelt werden, harmloser erscheinen. Infografik: Diese Länder führen die meisten Corona-Tests durchDiese Länder führen die meisten Corona-Tests durch Wird man in Moskau positiv auf Corona getestet, ist man ab jetzt dazu verpflichtet ein Foto von sich erstellen zu lassen, so der Vorsitzende des Moskauer Stadtparlaments, Alexej Schaposchnikow, am Freitag laut russischer Nachrichtenagentur TASS. Wie Schaposchnikow ausführt, würden all diese Aufnahmen in einer Datenbank gespeichert, die dann Behörden zugänglich gemacht werden soll. Sonst erhalte niemand Zugriff und die Personalien seien besonders geschützt. Vorerst sei die Maßnahme auf Moskau und das Umland beschränkt, eine Ausweitung auf Landesebene sei aber denkbar.

Wie heise in seinem Bericht schreibt, soll die Datenbank auch im Zusammenspiel mit Überwachungskameras mit Gesichtserkennungsfunktion genutzt werden können, um zu überprüfen, ob Corona-Infizierte, die sich wegen der Krankheit zuhause isolieren, auch an Ausgangsbeschränkungen halten.

Smartphone-App wird getestet

Als weitere Maßnahme wird eine "Social Monitoring-Smartphone-App" getestet, die eine Überwachung von "Isolationskonformität von Personen mit offiziell bestätigter Coronavirus-Infektion" leisten soll. Infizierte mit leichten Verläufen unterzeichnen demnach eine Verein­barung, die sie zur Nutzung der Anwendung verpflichtet. "Der Patient erklärt sich damit einverstanden, dass sein Foto aufgenommen und anhand seines Ausweises identifiziert wird und dass diese Daten an das gemeinsame Datenspeicherungs- und -verarbeitungszentrum übermittelt werden. Dies ist notwendig, damit die Strafverfolgung die Einhaltung der Isolationsvorschrift kontrollieren kann", so die Verantwortlichen.

Um sichergehen zu können, dass die Nutzer ihr Smartphone nicht einfach zuhause liegen lassen, sendet die Anwendung in regelmäßigen Abständen eine Aufforderung, ein Foto aufzunehmen. Wer keine entsprechende Hardware besitzt, erhält diese von den Behörden.

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