Isolation in der Leere: ESA muss Sonden und Satelliten herunterfahren
Durch die Corona-Krise kann auch die Arbeit in Bereichen nicht mehr wie geplant fortgesetzt werden, an die man gar nicht ohne weiteres kommen würde. Selbst unbemannte Sonden, die weit weg durch das Sonnensystem fliegen, sind betroffen.
Wie die europäische Raumfahrtagentur ESA heute mitteilte, werde man das Personal in den verschiedenen Einrichtungen weiter reduzieren müssen. Bereits vor einigen Tagen hatte man viele Mitarbeiter nach Hause geschickt und aufgrund der weiteren Entwicklungen wird insbesondere der Personalstand am Standort in Darmstadt noch einmal deutlich ausgedünnt.
In der hessischen Stadt ist das European Space Operations Centre (ESOC) angesiedelt. Von hier aus werden die diversen Sonden und Satelliten, die von der ESA ins All gebracht wurden, überwacht und gesteuert. Aktuell muss man sich hier um 21 aktive Missionen kümmern. Das allerdings ist unter Maßgabe der aktuellen Sicherheitsmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie schlicht nicht mehr im vollen Umfang möglich.
Aber auch andere Missionen können nicht mehr in vollem Umfang betrieben werden. Das verbleibende Personal ist vor allem noch dafür zuständig, Flugbahnen zu überwachen, damit es nicht zu Verlusten von Flugkörpern kommt. Und dort, wo die Automatisierung ausreicht, werden weiter Daten fließen. Trotzdem ist die Situation vor allem für jene Wissenschaftler schwierig, die von Beginn an ihren Missionen gearbeitet haben - denn allein die Vorbereitungen bis zum Start können zehn bis zwanzig Jahre dauern, so dass der eigentliche Flug oft genug Höhepunkt ganzer Forscher-Karrieren ist.
In der hessischen Stadt ist das European Space Operations Centre (ESOC) angesiedelt. Von hier aus werden die diversen Sonden und Satelliten, die von der ESA ins All gebracht wurden, überwacht und gesteuert. Aktuell muss man sich hier um 21 aktive Missionen kümmern. Das allerdings ist unter Maßgabe der aktuellen Sicherheitsmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie schlicht nicht mehr im vollen Umfang möglich.
Vier Missionen pausieren komplett
Bei der ESA greifen daher nun Notfallpläne, die bereits vor einiger Zeit erarbeitet wurden. Im Zuge dessen werden vier Langzeit-Missionen, bei denen das Möglich ist, quasi komplett in einen Ruhezustand versetzt. Ihre wissenschaftlichen Instrumente werden abgeschaltet und die Sonden selbst in stabile Orbits gebracht, auf denen ihnen auch über einen längeren Zeitraum hinweg nichts passieren kann. Dies gilt für die vier Raumfahrzeuge der Cluster-Mission, die seit dem Jahr 2000 das Erdmagnetfeld genau im Blick behalten, ExoMars und Mars Express, die seit Jahren unser Bild des Mars vervollständigen, sowie den Solar Orbiter, der nach seinem Start im Februar ohnehin gerade erst auf seinem Weg zur Sonne ist, wo er zukünftig Messungen anstellen soll.Aber auch andere Missionen können nicht mehr in vollem Umfang betrieben werden. Das verbleibende Personal ist vor allem noch dafür zuständig, Flugbahnen zu überwachen, damit es nicht zu Verlusten von Flugkörpern kommt. Und dort, wo die Automatisierung ausreicht, werden weiter Daten fließen. Trotzdem ist die Situation vor allem für jene Wissenschaftler schwierig, die von Beginn an ihren Missionen gearbeitet haben - denn allein die Vorbereitungen bis zum Start können zehn bis zwanzig Jahre dauern, so dass der eigentliche Flug oft genug Höhepunkt ganzer Forscher-Karrieren ist.
Siehe auch:
Themen:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
Videos zum Thema Coronavirus
- Lieferprobleme auch bei Foto-Produkten: Das sind die Hintergründe
- Super Bowl 2021: Ford macht Mut im Kampf gegen Corona
- Gut sicht- und hörbar: Razer präsentiert Hightech-Gesichtsmaske
- Clever gegen Corona: Stadion setzt Drohnen zum Desinfizieren ein
- Corona-Warn-App: Rundgang durch die Tracing-App des Bundes
Beiträge aus dem Forum
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Universal-Achterbahn: Schreie der Fahrgäste nerven Nachbarschaft
- Google-Entwickler präsentieren Keyboard mit Tasten auf Förderband
- Grand Theft Auto 6: Viele neue Details zur riesigen Welt von GTA 6
- FritzBox: Das ist der Grund für 'verschwundene' SIM-Karten bei Routern
- Galaxy Buds On: Samsung bringt seine ersten Kopfhörer mit Clip-Design
- SteelSeries: Neue Gamer-Mäuse mit schnellem Funk und Akku-System
- Neue Laser-Technik erlaubt es, durch meterdicke Betonwände zu blicken
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!