US-Regierung soll bei KI-Firmen einsteigen, um Bürger ruhig zu stellen

Die US-Regierung will offenbar von den großen Betreibern von KI-Diensten die Abgabe von Firmenanteilen abverlangen. Statt die Anteile zum Beispiel an der Börse zu erwerben, sollen die Firmen ihre Aktien freiwillig an die US-Regierung abgeben, heißt es.
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Staatsbeteiligung soll Widerstand gegen KI eindämmen

Führende Vertreter der aktuellen US-Regierung haben vorbereitende Gespräche mit einer Reihe von KI-Anbietern aus den USA geführt, bei denen es darum ging, Anteile der Firmen an den Staat abzugeben. Das Ziel der Aktion soll sein, die Einwände von Bürgern des Landes gegen die vielerorts mit drastischen Konsequenzen für die Bevölkerung entstehenden KI-Rechenzentren einzudämmen.

Die Firmen sollen, so zumindest das bisherige Konzept, ihre Anteile freiwillig an die US-Regierung abgeben, wobei offen ist, wie viel Geld dabei fließen soll. Sofern die KI-Firmen dann künftig Gewinne einfahren, soll auch angedacht sein, dass ein Teil der Einnahmen an die Bevölkerung ausgeschüttet werden soll. Eine solche Dividendenzahlung soll dann an alle US-amerikanischen Haushalte erfolgen, heißt es bei dem Portal NOTUS, das über die Pläne zuerst berichtete.


OpenAI-Chef geht mit der Idee hausieren

Die Idee hinter der Staatsbeteiligung an den US-KI-Firmen soll nicht von der Regierung selbst kommen. Stattdessen habe OpenAI-Chef Sam Altman bereits Anfang 2025 entsprechende Ideen an den aktuellen US-Präsidenten herangetragen, heißt es. In den letzten Wochen habe Altman erneut entsprechende Gespräche mit ranghohen Vertretern der Trump-Regierung geführt.

Angeblich sollen so die "ökonomischen Vorteile von KI" an die Öffentlichkeit verteilt werden, so der Bericht. Natürlich hat Altman mit seinen Plänen vor allem eines im Sinn: es geht darum, den immer stärkeren Widerstand gegen das ausufernde Wachstum der KI-Infrastruktur in den USA zu mindern. Viele US-Bürger leiden nämlich schon jetzt unter der wachsenden Zahl von Rechenzentren, sei es durch den enormen Wasserbedarf der Einrichtungen, Abgas- und Lärmemissionen oder steigende Stromkosten.

Hinter der Lobbyarbeit von Altman und anderen KI-CEOs stecken vor allem Vorbereitungen für mögliche Börsengänge. Erst am Montag hat mit Anthropic einer der größten Anbieter die Dokumente für einen Börsengang bei den zuständigen Behörden eingereicht. OpenAI selbst soll ebenfalls entsprechende Pläne haben.

Auch in anderen Bereichen will die US-Regierung verstärkt Beteiligungen an Technologiefirmen erwerben. Vor einigen Monaten erwarb man Anteile des US-Chipgiganten Intel für rund 10 Milliarden Dollar. Im Mai hieß es dann, dass die US-Regierung für zwei Milliarden Dollar Anteile an Firmen aus dem Bereich des Quantum-Computing erwerben will.

Zusammenfassung
  • US-Regierung will von KI-Unternehmen freiwillige Aktienabgaben - eine Gegenleistung ist unklar
  • OpenAI-Chef Altman hat die Idee einer Staatsbeteiligung an KI-Firmen bereits Anfang 2025 eingebracht
  • Ziel ist es, den Widerstand der Bürger gegen Rechenzentren wegen Wasserknappheit und Lärm zu mindern
  • Anthropic hat Börsengang-Dokumente eingereicht, auch OpenAI soll IPO-Pläne verfolgen
  • US-Regierung kaufte Intel-Anteile für 10 Milliarden Dollar und will in Quantum-Computing investieren

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