InSight spürt den Mars: Forscher überrascht von bisherigen Messungen
Während bisherige Bodenmissionen mehr oder weniger nur an der Oberfläche des Mars gekratzt haben, spürt der stationäre Lander InSight seit einem Jahr ganz tief in den roten Planeten hinein. Die Messungen bringen Wissenschaftler dabei ins Staunen und überraschen.
SEIS spürt, wie der Mars rumort
Dieser Magnetismus stamme wohl von "uralten Steinen im Untergrund" so die Vermutung der Wissenschaftler - der Mars hatte vor Milliarden Jahren ein Magnetfeld, das heute nicht mehr präsent ist, aber eben Gestein magnetisiert hat. Was die Wissenschaftler ebenfalls fasziniert: Die Messungen schwanken deutlich zwischen Tag und Nacht, "um Mitternacht ist außerdem ein Puls messbar". Aktuell wird vermutet, dass die Messwerte mit der Interaktion der Marsatmosphäre mit dem Sonnenwind in Zusammenhang stehen.
InSight fördert unerwartete Erkenntnisse über den Mars zu Tage
In unserem WinFuture-Special zu Wissenschaft & Forschung konnten wir wiederholt über den NASA-Lander InSight berichten, der seit seiner Landung einige spannende technische Hürden überwinden musste. Jetzt liefern die beteiligten Wissenschaftler unter der Überschrift "Ein Jahr voller überraschender Erkenntnisse" eine Zusammenfassung, was die ersten 365 Erdentage auf dem Mars zu Tage gefördert haben. Dabei will man zu nicht weniger als einem "ganz neuen Verständnis des Mars" gelangt sein, der die Forscher mit "Erdbeben, Staub-Teufeln und merkwürdigen magnetischen Pulsen" überrascht.
SEIS spürt, wie der Mars rumort
Viele Beben aber nicht das eine Große
Die erste Erkenntnis: Mars wird öfter aber weniger stark von Erdbeben erschüttert, als zuvor vermutet. Mit dem Instrument "Seismic Experiment for Interior Structure" (SEIS) konnten seit Landung der Mission 450 seismische Signale eingefangen werden. Mit einer Magnitude von 4 war das größte der Beben dabei aber nicht stark genug, um Rückschlüsse auf die tiefen Strukturen des Mars zuzulassen. "Die Wissenschaftler drücken weiter die Daumen für ‘das richtig Große'", so die Nasa.Magnetfeld sehr viel stärker
Die Erkenntnisse zum Magnetfeld zeigen dann sehr deutlich, welchen Mehrwert die bodengestützte Untersuchung mit sich bringen kann. InSight hatte als erste Mission ein Magnetometer zum Mars mitgebracht, das sorgt jetzt für eine echte Überraschung: Die am Landeort gemessenen Werte liegen um ein Zehnfaches höher, als das, was die vorhergegangenen Untersuchungen aus dem Orbit hatten vermuten lassen.Dieser Magnetismus stamme wohl von "uralten Steinen im Untergrund" so die Vermutung der Wissenschaftler - der Mars hatte vor Milliarden Jahren ein Magnetfeld, das heute nicht mehr präsent ist, aber eben Gestein magnetisiert hat. Was die Wissenschaftler ebenfalls fasziniert: Die Messungen schwanken deutlich zwischen Tag und Nacht, "um Mitternacht ist außerdem ein Puls messbar". Aktuell wird vermutet, dass die Messwerte mit der Interaktion der Marsatmosphäre mit dem Sonnenwind in Zusammenhang stehen.
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