Snowden geht leer aus: Gericht spricht US-Regierung alle Einnahmen zu
Geld, das Edward Snowden mit seiner Biografie und Vorträgen verdient, steht der US-Regierung zu, hat jetzt ein US-Gericht geurteilt. Die Begründung: Snowden verstößt mit seinen Veröffentlichungen gegen eine Vereinbarung, die er als NSA-Mitarbeiter unterschrieben hat.
Die Begründung ist dabei recht einfach und klar: Snowden hat als Vertragsmitarbeiter der NSA eine Verschwiegenheitserklärung unterschrieben, die klar definiert: Sollte Snowden Informationen veröffentlichen wollen, die er im Rahmen seiner Arbeit erlangt hat, muss er von der Behörde eine Erlaubnis einholen. Ohne diese Erlaubnis stehen Einnahmen aus Veröffentlichungen der US-Regierung zu. An dieser Auslegung hält auch der Richter fest: "Die Vertragssprache der Geheimhaltungsvereinbarungen ist eindeutig." Demnach habe Snowden seine Anstellung und die damit verbundenen Vorteile klar unter der Bedingung der "Verpflichtungen zur Überprüfung vor Veröffentlichungen" angenommen.
Geld, das Snowden mit seinem Buch verdient, steht der US-Regierung zu
Durch Spionage-Vorwürfe, die seit 2013 wegen der weitreichenden Enthüllungen gegen Edward Snowden in den USA erhoben werden, drohen dem Ex-NSA-Mitarbeiter weit schwerwiegendere Folgen als der Verlust von Geld. Trotzdem ist das Urteil, das jetzt gegen Snowden in Bezug auf seine aktuelle Biografie "Permanent Record" gefällt wurde, sicher ein durchaus schwerer Schlag: Wie ein Gericht am Dienstag laut Bericht der Washington Post urteilte, stehen alle Tantiemen und Bucheinnahmen sowie Gelder aus Vorträgen - Snowdens Haupteinnahmequelle - der US-Regierung zu.Die Begründung ist dabei recht einfach und klar: Snowden hat als Vertragsmitarbeiter der NSA eine Verschwiegenheitserklärung unterschrieben, die klar definiert: Sollte Snowden Informationen veröffentlichen wollen, die er im Rahmen seiner Arbeit erlangt hat, muss er von der Behörde eine Erlaubnis einholen. Ohne diese Erlaubnis stehen Einnahmen aus Veröffentlichungen der US-Regierung zu. An dieser Auslegung hält auch der Richter fest: "Die Vertragssprache der Geheimhaltungsvereinbarungen ist eindeutig." Demnach habe Snowden seine Anstellung und die damit verbundenen Vorteile klar unter der Bedingung der "Verpflichtungen zur Überprüfung vor Veröffentlichungen" angenommen.
Snowden-Anwälte empört
Die US-Anwälte von Edward Snowden stellen dagegen klar, dass eine solche Überprüfung der Inhalte aus ihrer Sicht natürlich prinzipiell wenig Sinn ergibt: "Es ist sehr weit hergeholt zu glauben, dass die Regierung Mr. Snowdens Buch oder alles andere, was er einreichte, in gutem Glauben überprüft hätte", so die Anwälte des Whistleblowers. Aus diesem Grund habe sich ihr Mandant dazu entschieden, lieber zukünftige Einnahmen zu riskieren als seine Erfahrungen "unzulässiger Regierungszensur" auszusetzen.
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