PinePhone: Erstes günstiges Linux-Smartphone jetzt erstmals verfügbar

Smartphone, Linux, Open Source, Pine64, PinePhone Bildquelle: Pine64
Abseits der Ökosysteme rund um Android und iOS sind derzeit gleich mehrere Smartphones in Arbeit, auf denen das freie Betriebssystem Linux zum Einsatz kommen soll. Das PinePhone ist mit rund 150 Dollar das bisher günstigste - und steht jetzt erstmals zum Verkauf. Das PinePhone ist noch lange nicht fertig, doch die Macher des Projekts haben jetzt zumindest begonnen, die sogenannte PinePhone "BraveHeart" Limited Edition zu verkaufen. Für 150 Dollar bekommen interessierte Kunden im Grunde den Prototypen eines möglichst offen gestalteten Smartphones, auf dem sie selbst eine Linux-Variante installieren müssen.

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Das PinePhone ist in seiner aktuellen Form also keineswegs für Jedermann geeignet, sondern soll zunächst an Entwickler gehen, die mit der Plattform experimentieren wollen. Die Auslieferung läuft nach aktuellem Stand ab Dezember oder Anfang Januar an. Natürlich ist noch mit reichlich kleineren und größeren Problemen zu rechnen, auch wenn die eigentliche Hardware-Basis bereits in vollem Umfang funktionsfähig sein soll. PinePhonePinePhone-Prototyp ohne Akku Wer sich für das PinePhone als Alternative zu Android- und iOS-basierten Smartphones interessiert, aber keine Lust auf Experimente hat, soll ab März 2020 die Möglichkeit bekommen, die finale Version der Hardware mit ausgereifterer Software zu erhalten - der Preis soll dann weiterhin bei rund 150 Dollar liegen. Auch die Gründzüge der Hardware bleiben dabei gleich.

Low-End-Ausstattung macht niedrigen Preis möglich

Konkret setzt das PinePhone auf ein 5,95 Zoll großes IPS-LCD mit Touchscreen als Display, das mit 1440x720 Pixeln arbeitet. Es wird mit einem vierkernigen AllWinner-SoC mit 1,2 Gigahertz Taktrate auf Basis der ARM Cortex-A53-Architektur ausgerüstet, dem zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und 16 GB interner Flash-Speicher auf eMMC-Basis zur Verfügung stehen.

N-WLAN, Bluetooth 5.0 und LTE inklusive Band 20 sind ebenfalls auf der Ausstattungsliste. Hinzu kommen auch noch ein USB Type-C-Port, ein 15-Watt-Netzteil und zwei Kameras mit jeweils zwei und fünf Megapixeln Auflösung. Ein Unterschied gegenüber dem, was man von aktuellen Smartphones der meisten Hersteller kennt, ist der Umstand, dass hier ein tauschbarer Akku geboten wird.

Außerdem sind ein MicroSD-Kartenleser und ein 3,5-Millimeter-Anschluss vorhanden. Eine absolute Besonderheit, die Kunden begeistern dürfte, welche sich vor einer möglichen Überwachung durch Drittparteien schützen wollen, ist die Möglichkeit zur Abschaltung von WLAN, Bluetooth, Mobilfunk, GPS, Mikrofon und Kameras durch Hardware-Schalter, so dass man stets die volle Kontrolle darüber hat, welche Funktionen des Geräts nutzbar sind.

Das PinePhone wurde speziell für die Verwendung mit freier Software entwickelt. Dazu gehört auch, dass der Bootloader offen ist und das Team versucht, die Installation von Smartphone-geeigneten Linux-Derivaten so einfach wie möglich zu machen. Genau diese Software muss vom Käufer bei der aktuellen Ausgabe des PinePhone ohnehin von Hand aufgespielt werden, so dass das Gerät wie erwähnt keineswegs für den Massenmarkt, sondern für experimentierfreudige Tüftler gedacht ist. Smartphone, Linux, Open Source, Pine64, PinePhone Smartphone, Linux, Open Source, Pine64, PinePhone Pine64
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