Adblocker: Google implementiert umstrittenes Manifest V3 in Chrome 80

Browser, Logo, Chrome Bildquelle: Google
Mit dem neuen Regelwerk Manifest V3 möchte Google umfangreiche Än­der­un­gen an den Schnittstellen von Chrome vornehmen. Die­ses Vor­ha­ben ist um­strit­ten, da Adblocker damit stark eingeschränkt wer­den. Nun hat Google die Änderungen in eine Canary-Version integriert. Laut Google befindet sich die Umsetzung noch im Alpha-Stadium. Das Manifest V3 wirkt sich sowohl auf den Chrome-Browser als auch auf die Open-Source-En­gi­ne Chromium aus. Somit dürfte Microsoft Edge ebenfalls von den Änderungen betroffen sein. Bislang ist noch nicht be­kannt, wie die Redmonder mit dem neuen Regelwerk umgehen möchten. Wie Ghacks be­rich­tet, bleibt zudem unklar, wann die alten Schnittstellen aus dem Manifest V2 eingestellt wer­den. Eine stabile Version von Chrome 80 soll erst im Februar 2020 erscheinen. Google Chrome Declarative Net Request APIAdblocker jetzt und künftig auf Google Chrome

Adblocker werden stark eingeschränkt

Mit dem Manifest V3 soll die Blockier-Funktion der WebRequest-API ersetzt werden. Die alte Schnittstelle wird von vielen Adblockern wie U­block Origin, Ghostery sowie Adblock Plus ver­wen­det. Zukünftig sollen Browser-Er­wei­ter­un­gen Seiten-Anfragen lediglich noch lesen und nicht mehr blockieren oder modifizieren kön­nen. Als Alternative möchte Google die De­cla­ra­ti­ve­Net­Re­quest-API zur Verfügung stellen. Der Unterschied besteht darin, dass der Browser hier selbst die Webseiten modifiziert. Darauf kön­nen Adblocker allerdings nur mit Ein­schrän­kun­gen zurückgreifen, da mit der API maximal 150.000 Elemente gleichzeitig gefiltert wer­den können. Die modernen Filterlisten der Ad­block­er enthalten deutlich mehr Elemente.

Dem Suchmaschinenkonzern wird aus diesem Grund vorgeworfen, mit dem Regelwerk gegen Adblocker vorgehen zu wollen, da das eigene Werbegeschäft von den Programmen erheblich beeinträchtigt wird. Ursprünglich hatte Google die Filterung mit der DeclarativeNetRequest-API auf 30.000 bis 40.000 Elemente beschränkt. Nach Protesten wurde das Limit angehoben.

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