Disney+ läuft nicht auf Linux, da Kopierschutz zu restriktiv eingestellt ist
Morgen in drei Wochen startet in den USA der neue Streaming-Dienst Disney+ und das Interesse ist im Vorfeld riesig. Doch einige Anwender werden die Serien und Filme nicht sehen können, vor allem dann, wenn sie Disney+ über einen Linux-Rechner nutzen wollen.
Disney bietet auf seinem am 12. November startenden Dienst jede Menge exklusiver Inhalte und der Medienkonzern will es Anwendern nicht zu einfach machen, Videos auf illegale Weise abzuspeichern. Deshalb setzt natürlich auch Disney+ auf Digital Rights Management (DRM). Doch im Fall des neuen Streaming-Portals bedeutet das, dass auch einige regulär zahlende Nutzer den Content nicht sehen können.
Das hat Linux-Entwickler Hans de Goede herausgefunden. Er schreibt, dass er als Vater zweier Kinder glücklich war, als er erfuhr, dass die Niederlande als Testgebiet auserwählt worden sind. Er hat sich für diese Phase angemeldet, musste aber zum Start feststellen, dass er Disney+ nirgends zu Hause ansehen kann.
Disney wollte sich der Sache annehmen und eine Lösung bereitstellen, nach einem Monat passierte aber immer noch nichts. Auch andere haben es mit dem Problem zu tun bekommen und haben im Code gegraben. Inzwischen ist der Grund für den Fehlercode 83 bekannt. Dazu kommt es, weil Disney im Content Decryption Module (CDM) von Widevine die Sicherheitsstufe eins gewählt hat. Linux sowie einige Android-Geräte unterstützen indes nur Level drei.
Bisher ist nicht klar, ob Disney sich tatsächlich des Problems annehmen wird oder ob man Linux und Linux-basierte Systeme als nicht wichtig genug ansieht, um die DRM aufzuschnüren. Vorerst aber gilt für Linux-Nutzer: Finger weg von Disney+.
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Das hat Linux-Entwickler Hans de Goede herausgefunden. Er schreibt, dass er als Vater zweier Kinder glücklich war, als er erfuhr, dass die Niederlande als Testgebiet auserwählt worden sind. Er hat sich für diese Phase angemeldet, musste aber zum Start feststellen, dass er Disney+ nirgends zu Hause ansehen kann.
Error Code 83
Grund dafür sei, schreibt de Goede in einem Blogbeitrag (via Neowin), dass alle seine Geräte zu Hause auf Basis von Fedora liefen. Bei Start bekam er "Error Code 83" zu sehen, der Wechsel von Firefox auf Chrome brachte hier auch keine Abhilfe. Er wandte sich an den Support von Disney und erläuterte, dass Linux mit Diensten wie Netflix und Amazon Prime Video problemlos zusammenspielt.Disney wollte sich der Sache annehmen und eine Lösung bereitstellen, nach einem Monat passierte aber immer noch nichts. Auch andere haben es mit dem Problem zu tun bekommen und haben im Code gegraben. Inzwischen ist der Grund für den Fehlercode 83 bekannt. Dazu kommt es, weil Disney im Content Decryption Module (CDM) von Widevine die Sicherheitsstufe eins gewählt hat. Linux sowie einige Android-Geräte unterstützen indes nur Level drei.
Bisher ist nicht klar, ob Disney sich tatsächlich des Problems annehmen wird oder ob man Linux und Linux-basierte Systeme als nicht wichtig genug ansieht, um die DRM aufzuschnüren. Vorerst aber gilt für Linux-Nutzer: Finger weg von Disney+.
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