Befallen und ausgeschaltet:
Jetzt tobt Emotet durch Berliner Gericht
Der Schlachtzug durch deutsche IT-Systeme geht weiter. In Berlin musste das Kammergericht seine Computersysteme vom Netz nehmen, da eine Schadsoftware - vermutlich Emotet - diese lahmgelegt hatte. Die Infektion war wohl per Mail passiert.
Wie in einer aktuellen Mitteilung der Behörde zu lesen ist, muss man in der Kommunikation jetzt vorerst auf Telefon, Fax und Briefe zurückgreifen, das Kontaktformular auf der Webseite des Gerichts sei dementsprechend aktuell nicht nutzbar. Trotzdem könne man die "Arbeitsfähigkeit" aktuell gewährleisten. Eine Infektion von weiteren Gerichten in Berlin sei aber nicht festgestellt worden. Zwar formuliert die Pressestelle in ihrer Mitteilung nur, dass die Systeme von einer "Schadsoftware" infiziert worden seien, die FAZ zitiert in ihrem Bericht aber ein internes Schreiben, nach dem es sich bei dem Schädling um Emotet handelt.
Diesem Schreiben ist demnach weiter zu entnehmen, dass das Gericht "seit dem 27.09.2019 11:35 vom Landesnetz getrennt" ist, E-Mails vom Server des Kammergerichts werden aktuell im Landesnetz standardmäßig blockiert, um eine Verbreitung der Schadsoftware zu vermeiden. Die Justizbehörde wurde dazu veranlasst, alle entsprechenden E-Mails, die seit Mitte September eingegangen waren, zu isolieren.
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Ein neuer vermutlicher Emotet-Fall und wieder ist alles lahmgelegt
Ein Blick in unser WinFuture Special zur IT-Sicherheit zeigt, dass der Schädling Emotet seit Monaten durch deutsche IT-Systeme wütet. Zuletzt hatten wir darüber berichtet, dass eine ganze Stadtverwaltung lahmgelegt worden war, auch einen gesamten Klinikverbund hatte es so stark getroffen, dass die Verwaltung für einige Zeit auf Stift und Papier zurückgreifen musste. Jetzt vermeldet das Berliner Kammergericht laut FAZ, dass eine Schadsoftware die Systeme so tief greifend infiziert und lahmgelegt hatte, dass diese vom Netz genommen werden mussten. Infografik Oft gehört - nie genutzt: Schutzmaßnahmen im Internet
Wie in einer aktuellen Mitteilung der Behörde zu lesen ist, muss man in der Kommunikation jetzt vorerst auf Telefon, Fax und Briefe zurückgreifen, das Kontaktformular auf der Webseite des Gerichts sei dementsprechend aktuell nicht nutzbar. Trotzdem könne man die "Arbeitsfähigkeit" aktuell gewährleisten. Eine Infektion von weiteren Gerichten in Berlin sei aber nicht festgestellt worden. Zwar formuliert die Pressestelle in ihrer Mitteilung nur, dass die Systeme von einer "Schadsoftware" infiziert worden seien, die FAZ zitiert in ihrem Bericht aber ein internes Schreiben, nach dem es sich bei dem Schädling um Emotet handelt.
Diesem Schreiben ist demnach weiter zu entnehmen, dass das Gericht "seit dem 27.09.2019 11:35 vom Landesnetz getrennt" ist, E-Mails vom Server des Kammergerichts werden aktuell im Landesnetz standardmäßig blockiert, um eine Verbreitung der Schadsoftware zu vermeiden. Die Justizbehörde wurde dazu veranlasst, alle entsprechenden E-Mails, die seit Mitte September eingegangen waren, zu isolieren.
In zwei Stufen zum Erfolg
Emotet soll dabei klassisch über E-Mails ins System gelangt sein, die sich Daten früherer Infektionen zu Nutze machen und so auf Empfänger zugeschnitten werden können. Offiziell will das Kammergericht aber keine Details zum Infektionsweg nennen "um keine weitere Angriffsfläche zu bieten", so eine Sprecherin. Die Entfernung der Infektion kann jetzt einige Zeit in Anspruch nehmen: "Es kann sein, dass es auch noch ein bisschen länger dauert", so das Gericht gegenüber der FAZ.Download Adaware Antivirus Free: Kostenloser Viren- und Spyware-Schutz
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