Ausstieg der USA aus grenzüberschreitendem Post-Versand verhindert

Paket, Deutsche Post, brief Bildquelle: Deutsche Post
Auch und gerade in Zeiten der Digitalisierung spielt der Versand von Postsendungen wie Briefen, Päckchen und Paketen eine enorm wichtige Rolle. Und in fast schon letzter Minute wurde nun wohl verhindert, dass die USA sich aus dem globalen Post-Verbund zurückziehen. Die Universal Postal Union (UPU), die auf UN-Ebene für eine weltweite Verknüpfung der nationalen Postsysteme sorgt, musste jetzt sogar eine dringliche Sondersitzung einberufen. Diese konnte nach zwei Tagen endlich ein Verhandlungsergebnis vorweisen, so dass das Treffen nun doch noch damit endete, dass alle Delegationen applaudierend im Plenum standen und sich erleichtert auf die Schulter klopften, wie aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters hervorgeht.

Dem ging eine der üblichen harschen Ankündigungen des US-Präsidenten Donald Trump voraus: Dieser erklärte, dass die USA sich vom internationalen Verbund abkoppeln würden, wenn die UPU ihre Gebührenstrukturen nicht binnen der kommenden zwölf Monaten verändert. Als Land mit einem Importüberschuss bei Postsendungen hat der US Postal Service im internationalen Bereich nämlich seit Jahren eine negative Bilanz.

Porto-Roaming soll kommen

Vor allem durch den E-Commerce hatte sich in den letzten Jahren eine Verschiebung eingestellt. Viele Nutzer bestellen überall in der Welt Produkte - vielfach natürlich in China - die dann auch in Form zahlreicher Postsendungen zu den Empfängern gehen. Das Problem: Der Absender zahlt das Porto in seinem Heimatland und die Post des Empfängerstaates geht zu einem guten Teil leer aus, hat aber trotzdem die Kosten für die Zustellung. Das glich sich lange Zeit im Wesentlichen aus, da Menschen von überall Post ins Ausland verschickten. Die Möglichkeit der Bestellung günstiger Produkte aus Asien sorgt nun aber für ein wachsendes Ungleichgewicht.

Die UPU hatte bereits Pläne, wonach ab dem Jahr 2021 Ausgleichszahlungen auf die Wege gebracht werden sollten. Der Start wird nun ein halbes Jahr vorverlegt. Und Länder mit einem Importüberschuss von über 75.000 Tonnen können dann in einem gewissen Rahmen selbst Gebühren festlegen, die sie den Sende-Staaten in Rechnung stellen. Wie viel das letztlich sein wird, steht noch nicht fest. Der US Postal Service hatte allerdings schon vor einiger Zeit Untersuchungsergebnisse veröffentlicht, wonach man zwischen 300 Millionen und 500 Millionen Dollar im Jahr in die Zustellung von Sendungen aus China stecken muss, ohne am Porto beteiligt zu sein.

Siehe auch: Offline-Messaging wird langsam zum Luxusgut: Post-Porto steigt stark Paket, Deutsche Post, brief Paket, Deutsche Post, brief Deutsche Post
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