5G-Auktion war teuer: Telefonica/O2 will seine Dach-Masten verkaufen
Die kürzlich abgeschlossene Auktion von 5G-Lizenzen hat die Netzbetreiber eine Menge Geld gekostet. Um wieder etwas mehr finanziellen Spielraum zu bekommen, denkt man bei der Telefonica Deutschland jetzt über den Verkauf von Antennenstandorten nach.
Vor drei Jahren hatte das Unternehmen seine 2350 frei stehenden Masten bereits an Telxius verkauft. Jetzt denkt man darüber nach, auch die kleineren Masten auf Hausdächern an die Infrastruktur-Firma abzutreten. Dies wäre ein wesentlich größerer Teil der Infrastruktur: Rund 19.000 Antennen sind in den Ballungsräumen auf Dächern montiert. Beschlossene Sache sei das Ganze aber noch nicht, hieß es seitens des Unternehmens.
Der Zeitpunkt für einen Verkauf wäre ziemlich günstig. "Wir beobachten derzeit im Kapitalmarkt eine starke Nachfrage nach passiver Mobilfunkinfrastruktur. Dadurch eröffnet sich uns die Möglichkeit, in Bauwerken gebundenes Kapital freizusetzen, um unsere finanzielle Flexibilität zu erhöhen", erklärte Markus Rolle, Finanzchef von Telefonica Deutschland.
Das Überschreiben an eine Betreibergesellschaft hätte verschiedene Vorteile. Natürlich würde erst einmal Geld in die Kassen des Mobilfunkbetreibers gespült werden, das nach den hohen Ausgaben für die neuen Funkfrequenzen dringend für den Netzausbau gebraucht wird. Und die Anlagen ließen sich effizienter nutzen, da es so auch möglich wäre, Montageplätze für Antennen auch an andere Netzbetreiber zu vermieten.
Siehe auch: Vodafone will Masten-Infrastruktur europaweit zusammenschließen
Großer Mobilfunk-Vergleichs-Rechner
Der Zeitpunkt für einen Verkauf wäre ziemlich günstig. "Wir beobachten derzeit im Kapitalmarkt eine starke Nachfrage nach passiver Mobilfunkinfrastruktur. Dadurch eröffnet sich uns die Möglichkeit, in Bauwerken gebundenes Kapital freizusetzen, um unsere finanzielle Flexibilität zu erhöhen", erklärte Markus Rolle, Finanzchef von Telefonica Deutschland.
Es bleibt in der Familie
Und die Standorte würden auch nicht völlig aus dem eigenen Kontrollbereich verschwinden. Denn Telxius gehört auch zum spanischen Mutterkonzern. Außerdem würde der Verkauf nur die baulichen und infrastrukturellen Komponenten sowie die jeweiligen Nutzungsverträge für die Standorte betreffen. Die vor Ort montierte aktive Funktechnik verbleibt im Besitz des Netzbetreibers.Das Überschreiben an eine Betreibergesellschaft hätte verschiedene Vorteile. Natürlich würde erst einmal Geld in die Kassen des Mobilfunkbetreibers gespült werden, das nach den hohen Ausgaben für die neuen Funkfrequenzen dringend für den Netzausbau gebraucht wird. Und die Anlagen ließen sich effizienter nutzen, da es so auch möglich wäre, Montageplätze für Antennen auch an andere Netzbetreiber zu vermieten.
Siehe auch: Vodafone will Masten-Infrastruktur europaweit zusammenschließen
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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