Microsoft hört mit: Xbox One-Nutzer werden schon lange ausspioniert
Microsoft soll Mitarbeitern und Vertragspartnern nicht nur Zugriff auf Skype- und Cortana-Mitschnitte gegeben haben, auch die Spracheingaben von Xbox One-Nutzern sollen abgehört worden sein. Alles begann mit dem bereits eingestellten Motion-Controller Kinect.
Für die Verbesserung seiner Assistenzsysteme lässt Microsoft nicht nur Maschinen mit ihrer künstlichen Intelligenz (KI), sondern auch Menschen die von Windows-Nutzern gesammelten Daten analysieren. Mit der Überarbeitung der Datenschutzerklärung versucht der Konzern Transparenz zu zeigen und nicht länger zu verschweigen, dass Skype-Gespräche sowie Cortana-Spracheingaben von Mitarbeitern und Vertragspartnern nachträglich angehört werden. Es dürfte nach den Meldungen aus der letzten Woche somit kaum noch eine Überraschung sein, dass auch Besitzer einer Xbox One ausspioniert werden.
Nach einem ähnlichen Prinzip gingen Unternehmen wie Amazon, Google und Apple vor, die ihre Sprachassistenten Alexa, Google Assistant und Siri über die Auswertung von Mitschnitten verbessern wollten. Mittlerweile nehmen die Meisten aufgrund des Misstrauens der Nutzer Abstand von diesen Methoden oder ermöglichen es, Sprachaufnahmen zu löschen oder gar komplett zu unterbinden. Eine Aufklärung erfolgt allerdings meist nur im Kleingedruckten oder in FAQ-Dokumenten, die Otto Normalverbraucher nur selten zu Gesicht bekommt. Kinect und Cortana wurden für die Xbox One mittlerweile eingestellt.
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Von einfachen Befehlen bis hin zu persönlichen Gesprächen
Einem Bericht von Vice Motherboard zufolge werden Sprachbefehle seit der Einführung der Xbox One Kinect-Kamera im Jahr 2013 gespeichert und in einigen Fällen zur Analyse von Microsoft-Mitarbeitern sowie Vertragspartnern abgehört. Letztere äußerten sich detailliert über die Vorgehensweise und Inhalte der Mitschnitte. In einem Großteil der Aufnahmen sollen Kinder mit der Xbox One agiert haben, welche die typischen Befehle zur Steuerung der Konsole und In-Game-Optionen aktivieren wollten. Es soll aber auch vorgekommen sein, dass Kinect und später Cortana versehentlich - zum Beispiel im Sprachchat - aktiviert wurden und so Mitschnitte von persönlichen Gesprächen die Mitarbeiter erreichten.Nach einem ähnlichen Prinzip gingen Unternehmen wie Amazon, Google und Apple vor, die ihre Sprachassistenten Alexa, Google Assistant und Siri über die Auswertung von Mitschnitten verbessern wollten. Mittlerweile nehmen die Meisten aufgrund des Misstrauens der Nutzer Abstand von diesen Methoden oder ermöglichen es, Sprachaufnahmen zu löschen oder gar komplett zu unterbinden. Eine Aufklärung erfolgt allerdings meist nur im Kleingedruckten oder in FAQ-Dokumenten, die Otto Normalverbraucher nur selten zu Gesicht bekommt. Kinect und Cortana wurden für die Xbox One mittlerweile eingestellt.
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