Tödliche Komplexität: US Navy wechselt von Touchscreens auf Schalter
Die US-Marine rudert in Sachen technischer Spielereien jetzt ordentlich zurück. Auf zahlreichen Schiffen werden die einst als fortschrittlich gefeierten Touchscreens wieder entfernt. Es erfolgt ein groß angelegter Rückbau auf konventionelle Bedienelemente. In spätestens zwei Jahren sollen die entsprechenden Arbeiten abgeschlossen sein.
Touchscreens wurden von den Technologie-Unternehmen als die große Innovation bei den Benutzerschnittstellen gefeiert und so mancher ließ sich gar zu der Spekulation hinreißen, dass sie eines Tages die klassischen Eingabemöglichkeiten komplett ersetzen. Allerdings zeigt die Praxis, dass sie in vielen Bereichen dann doch eher eine nur gelegentlich sinnvolle Spielerei sind. Und manchmal bergen sie sogar ein enormes Risiko.
So führt man nach dem Abschluss aller Untersuchungen unter anderem einen der schlimmsten Schiffsunfälle der US Navy darauf zurück, dass auf den Brücken zahlreicher Zerstörer Touchscreens die üblichen Schalter und Regler ersetzt haben, berichtete USNI News. Im August 2017 kam es auf der John S. McCain (DDG-56) wohl zu einer ganzen Reihe von Bedienfehlern. Die Folge war eine Kollision mit einem zivilen Schiff, die das Leben von zehn Besatzungsmitgliedern kostete.
Konventionelle Kontrollen...
...und Touchscreens
Auf der Grundlage eines umfassenden Untersuchungsberichtes und auch den Forderungen der Besatzungen, die lieber wieder klassische Bedienelemente auf der Brücke haben wollen, hat man sich nun dazu entschieden, technologisch einen Schritt zurückzugehen. Denn insbesondere in hektischen Situationen und bei schwierigen Außenbedingungen können diese von erfahreneren Besatzungsmitgliedern nahezu blind genutzt werden.
Siehe auch: Xbox-Controller in U-Booten: US Navy will Bedienkomfort erhöhen
So führt man nach dem Abschluss aller Untersuchungen unter anderem einen der schlimmsten Schiffsunfälle der US Navy darauf zurück, dass auf den Brücken zahlreicher Zerstörer Touchscreens die üblichen Schalter und Regler ersetzt haben, berichtete USNI News. Im August 2017 kam es auf der John S. McCain (DDG-56) wohl zu einer ganzen Reihe von Bedienfehlern. Die Folge war eine Kollision mit einem zivilen Schiff, die das Leben von zehn Besatzungsmitgliedern kostete.
Konventionelle Kontrollen...
...und Touchscreens
Ganze Reihe von Problemen
Die Angelegenheit reihte sich in verschiedene andere Vorfälle ein, die allerdings weniger dramatisch ausgingen. Zeitweilig hegte man bei der US-Kriegsmarine den Verdacht, dass die Systeme der Schiffe gehackt worden seien. Genauere Untersuchungen förderten dann aber die Tatsache zutage, dass man es mit einem weitaus trivialeren Hintergrund zu tun hatte: Die Touchscreens machten die Schiffssteuerung schlichtweg viel komplexer und steigerten so die Fehlerquote.Auf der Grundlage eines umfassenden Untersuchungsberichtes und auch den Forderungen der Besatzungen, die lieber wieder klassische Bedienelemente auf der Brücke haben wollen, hat man sich nun dazu entschieden, technologisch einen Schritt zurückzugehen. Denn insbesondere in hektischen Situationen und bei schwierigen Außenbedingungen können diese von erfahreneren Besatzungsmitgliedern nahezu blind genutzt werden.
Siehe auch: Xbox-Controller in U-Booten: US Navy will Bedienkomfort erhöhen
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Christian Kahle
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