Handelskrieg eskaliert, ein iPhone XS kostet bald rund 100 Dollar mehr
Nach dem G20-Gipfel Ende Juni schien es zwischen der US-Regierung von Donald Trump und China eine Entspannung zu geben, die Wirtschaftsgiganten einigten sich zumindest, weiter verhandeln zu wollen. Doch nun scheint die Wieder-Annäherung erneut Geschichte zu sein, im Gegenteil droht Trump mit neuen Strafzöllen.
Bisher sind die vom US-Präsident angezettelten Handelskriege für US-Konsumenten von eher theoretischer Natur, denn viel bekommen sie davon im Alltag nicht zu spüren. Denn bisher gelten diese Strafzölle für verhältnismäßig wenige Güter und Produkte. Doch seit gestern droht eine massive Ausdehnung des wirtschaftlichen Konfliktes.
Trump hob hervor, dass das weniger ist als die bereits geltenden 25-Prozent-Strafzölle für Waren wie Stahl und Aluminium im Wert von 250 Milliarden Dollar. Was der US-Präsident verschweigt, ist, dass die ab 1. September geltenden neuen Zölle viele Konsumenten direkt betreffen werden, denn dieser "Rest" sind u. a. Smartphones, Notebooks, Spielkonsolen, Bekleidung und Schuhe.
Das wohl meistzitierte Beispiel ist Apple: Denn wenn die Kalifornier im September die neuen iPhones präsentieren werden, dann wird - wenn die Strafzölle dann tatsächlich in Kraft sind - ein iPhone, das bisher 1000 Dollar gekostet hat (so wie aktuell das iPhone XS) plötzlich 1100 Dollar kosten.
Damit will Trump Druck auf die chinesische Staatsführung aufbauen, denn damit hatte er schon im Einwanderungsstreit mit Mexiko Erfolg. Doch wie Spiegel Online schreibt, gibt es große Zweifel, ob sich die chinesische Staatsführung ähnlich erpressen lässt.
Die Börse reagierte jedenfalls eindeutig, denn die Ankündigung schickte US-Börsen auf Talfahrt, auch aus den Interessensverbänden des US-Einzelhandels gab es viel Kritik: Matt Priest, der Chef des Schuhverbands FDRA, sagte, dass Trump "amerikanische Familien als Geisel" für seine Verhandlungen nehme.
Zehn entscheidende Prozent
Denn Trump hat in einer Reihe an Tweets die Ausdehnung der Strafzölle angekündigt. Laut Trump seien die Vertreter der US-Regierung gerade aus China zurückgekehrt, doch trotz "konstruktiver Gespräche" ist ein anvisierter Deal nicht zustande gekommen. Die Verhandlungen gingen weiter, dennoch kündigte Trump einen "kleinen zusätzlichen Strafzoll von zehn Prozent" an und zwar für die "restlichen Waren und Produkte im Wert von 300 Milliarden Dollar".Trump hob hervor, dass das weniger ist als die bereits geltenden 25-Prozent-Strafzölle für Waren wie Stahl und Aluminium im Wert von 250 Milliarden Dollar. Was der US-Präsident verschweigt, ist, dass die ab 1. September geltenden neuen Zölle viele Konsumenten direkt betreffen werden, denn dieser "Rest" sind u. a. Smartphones, Notebooks, Spielkonsolen, Bekleidung und Schuhe.
Das wohl meistzitierte Beispiel ist Apple: Denn wenn die Kalifornier im September die neuen iPhones präsentieren werden, dann wird - wenn die Strafzölle dann tatsächlich in Kraft sind - ein iPhone, das bisher 1000 Dollar gekostet hat (so wie aktuell das iPhone XS) plötzlich 1100 Dollar kosten.
Damit will Trump Druck auf die chinesische Staatsführung aufbauen, denn damit hatte er schon im Einwanderungsstreit mit Mexiko Erfolg. Doch wie Spiegel Online schreibt, gibt es große Zweifel, ob sich die chinesische Staatsführung ähnlich erpressen lässt.
Die Börse reagierte jedenfalls eindeutig, denn die Ankündigung schickte US-Börsen auf Talfahrt, auch aus den Interessensverbänden des US-Einzelhandels gab es viel Kritik: Matt Priest, der Chef des Schuhverbands FDRA, sagte, dass Trump "amerikanische Familien als Geisel" für seine Verhandlungen nehme.
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