JEDI: 10-Mrd.-Auftrag scheitert wohl an Trumps Amazon-Hass
Das US-Militär steht vor einem ziemlich kuriosen Problem: Man würde gern den größten IT-Auftrag aller Zeiten vergeben, doch der im Grunde einzige Dienstleister, der hierfür in vollem Umfang in Frage käme, ist beim Obersten Befehlshaber nicht gerade beliebt. Die ganze Sache steht daher nun plötzlich auf Messers Schneide.
Das Ziel besteht darin, eine neue Generation von IT-Services für die US-Streitkräfte zu entwickeln und bereitzustellen. Alle Bereiche des Militärs sollen dafür eine gemeinsame Cloud-Umgebung erhalten. Bei den entsprechenden Ausschreibungen für den 10 Milliarden Dollar schweren Auftrag sind im Grunde nur noch Amazon und Microsoft im Rennen - wobei Amazon die Nase vorn hat, da die AWS-Angebote als einzige eine Freigabe für Informationen haben, die als Geheim eingestuft sind.
Der neue Verteidigungsminister Mark T. Esper kündigte jetzt an, den Vergabeprozess noch einmal eine Prüfung zu unterziehen. Damit dürfte er einer Weisung seines Chefs folgen, denn Donald Trump hatte zuvor ebenfalls schon seine Zweifel an dem Projekt angemeldet. Dieser begründete das mit "massiven Beschwerden" von Amazon-Konkurrenten. Hinzu kommt, dass Trump ohnehin kein Freund des Handelskonzerns ist, da dem Firmengründer Jeff Bezos auch die Tageszeitung Washington Post gehört, die mit ihrer Berichterstattung immer wieder mit dem US-Präsidenten aneckt.
Die Bewerber-Decke ist neben Amazon, das bereits durch den Betrieb der Cloud für die CIA Erfahrungen im Geheimhaltungs-Bereich gesammelt hat, recht dünn. Microsoft würde sicherlich einiges investieren, damit der direkte Konkurrent nicht zum Zuge kommt. Und Oracle unterhält zwar gute Geschäftsbeziehungen mit dem Pentagon, doch ist man bei Cloud-Services längst nicht so gut aufgestellt. Eine entsprechend starke Infrastruktur bringt sonst im Grunde nur noch Google mit, wo die Beschäftigten allerdings verhindert haben, dass sich das Unternehmen zu tief in den militärischen Bereich vorwagt.
Siehe auch: JEDI: Auch Microsoft-Leute protestieren offen gegen Militär-Auftrag
Der neue Verteidigungsminister Mark T. Esper kündigte jetzt an, den Vergabeprozess noch einmal eine Prüfung zu unterziehen. Damit dürfte er einer Weisung seines Chefs folgen, denn Donald Trump hatte zuvor ebenfalls schon seine Zweifel an dem Projekt angemeldet. Dieser begründete das mit "massiven Beschwerden" von Amazon-Konkurrenten. Hinzu kommt, dass Trump ohnehin kein Freund des Handelskonzerns ist, da dem Firmengründer Jeff Bezos auch die Tageszeitung Washington Post gehört, die mit ihrer Berichterstattung immer wieder mit dem US-Präsidenten aneckt.
Verschwörung oder nicht?
Wie aus einem Bericht der New York Times hervorgeht, dürften die von Trump erwähnten Beschwerden allerdings eher weniger formaler Natur sein. Vielmehr sollen Lobbyisten von Oracle eine Präsentationsfolie im politischen Washington gestreut haben, die suggeriert, dass eine Verschwörung existiert, die Amazon für zehn Jahre eine Monopolstellung auf Cloud-Dienste für das Militär sichern soll. Und dieses Papier habe letztlich seinen Weg auf den Schreibtisch im Oval Office gefunden.Die Bewerber-Decke ist neben Amazon, das bereits durch den Betrieb der Cloud für die CIA Erfahrungen im Geheimhaltungs-Bereich gesammelt hat, recht dünn. Microsoft würde sicherlich einiges investieren, damit der direkte Konkurrent nicht zum Zuge kommt. Und Oracle unterhält zwar gute Geschäftsbeziehungen mit dem Pentagon, doch ist man bei Cloud-Services längst nicht so gut aufgestellt. Eine entsprechend starke Infrastruktur bringt sonst im Grunde nur noch Google mit, wo die Beschäftigten allerdings verhindert haben, dass sich das Unternehmen zu tief in den militärischen Bereich vorwagt.
Siehe auch: JEDI: Auch Microsoft-Leute protestieren offen gegen Militär-Auftrag
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Christian Kahle
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