Das Ende einer Legende:
Das MAD-Magazin wird eingestellt
Es gibt wohl kaum jemanden, der das MAD-Magazin und die berühmteste Zahnlücke der Welt - Alfred E. Neumann - nicht kennt. Doch nach rund 67 Jahren wird das vielleicht bekannteste Satire-Comic-Heft der Welt eingestellt. Demnächst wird es keine neuen Ausgaben mehr geben, es wird künftig ein Rumpfbetrieb mit Archivmaterial aufrechterhalten.
Das Wort Kult wird heutzutage zu leichtfertig verwendet, im Fall von MAD ist es aber mehr als zutreffend und gerechtfertigt. Denn Comics und Features wie "Spy vs. Spy", das Faltbild und natürlich Cover-Dauer-Protagonist Alfred E. Neumann haben ganze Generationen geprägt, der popkulturelle Einfluss war und ist zweifellos gigantisch. Doch auch ein Kultmagazin ist nicht vor zurückgehenden Auflagenzahlen sicher, die Hauptverantwortung für das Printsterben trägt hier sicherlich das Internet. Nach fast 70 Jahren muss man bei MAD aber den Stift zur Seite legen - zwar nicht ganz, aber man kann dennoch von einem Aus sprechen.
Das erste und ...
... das aktuellste MAD-Cover
Das Ende ist beklagenswert, kommt aber nicht überraschend: Denn wie Comicbook analysiert, tat sich das Magazin zuletzt auch deshalb so schwer, weil wir in einer Satire-überladenen Welt leben, die sich zunehmend im Internet abspielt. Dennoch werden wir das MAD vermissen und auch gerne zu Archivausgaben greifen.
Das erste und ...
... das aktuellste MAD-Cover
Reguläre Ausgabe des MAD-Magazin endet
Denn wie Comicbook berichtet, wird es künftig von MAD keine neuen Inhalte mehr geben. Nach zwei noch folgenden Ausgaben des Print-Magazins wird man sich auf die Wiederveröffentlichung klassischer Hefte sowie Specials und Bücher konzentrieren. Das klassische monatliche Magazin, das man in (US-)Kiosks kaufen konnte, wird es aber künftig nicht mehr geben. Die deutsche Ausgabe, die erstmals 1967 erschien (und zwischen 1995 und 1998 nicht existiert hat) wurde bereits eingestellt, bei uns war im Dezember 2018 Schluss.1952-2019: Die Ära des MAD-Magazin
Das US-Original kam im Herbst 1952 erstmals als "Tales Calculated to Drive You Mad" auf den Markt und war ursprünglich als Parodie auf klassische Superhelden-Comicbücher gedacht. Recht bald kristallisierte sich aber der Satire-Aspekt heraus und für die Macher gab es auch praktisch kein Thema, das "heilig" war - aber stets auf respektlose wie charmante Art. MAD war auch für viele Zeichner der Anfang ihrer Karriere, dazu zählen Namen wie Don Martin, Sergio Aragonés, Dave Berg und Al Jaffee. Ebenso dürfen natürlich nicht die gezeichneten Film-Parodien von Mort Drucker fehlen.Das Ende ist beklagenswert, kommt aber nicht überraschend: Denn wie Comicbook analysiert, tat sich das Magazin zuletzt auch deshalb so schwer, weil wir in einer Satire-überladenen Welt leben, die sich zunehmend im Internet abspielt. Dennoch werden wir das MAD vermissen und auch gerne zu Archivausgaben greifen.
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