Steam auf Ubuntu vorerst gerettet, Valve aber dennoch "nicht glücklich"

Steam, Linux, Videospiele Bildquelle: Valve
Am vergangenen Wochenende gab es für eine ganze Reihe von Steam-Nutzern einen einigermaßen großen Schock. Denn nach einer An­kün­di­gung von Ubuntu-Anbieter Canonical zum Support von 32-Bit-Bib­lio­the­ken teilte Valve mit, dass man Ubuntu-Distributionen ab Version 19.10 nicht mehr unterstützen wird. Nun gibt es (wahrscheinlich) weitgehend Entwarnung. In einem im offiziellen Steam for Linux-Forum veröffentlichten Update zum Thema "Steam, Ubuntu und 32-Bit-Support" erläutert Valve-Entwickler Pierre-Loup Griffais, wie es zur ursprünglichen Entscheidung gekommen ist. Bei Valve und Steam sei man auch bereits Anfang des Monats über die Ubuntu-Pläne informiert worden und Griffais meint, dass man dafür auch durchaus Verständnis habe. Gleichzeitig sei das aber für Steam sowie Gaming-orientierte Kunden keine positive Entwicklung gewesen.

Denn der Support für 32-Bit-Bibliotheken ist nicht nur für das Ausführen des Steam-Clients, sondern auch für die "tausenden Spiele, die nur 32-Bit-Umgebungen unterstützen" notwendig. Reines 64-Bit wäre zwar beim Steam-Client machbar, würde aber einen Großteil der Spiele in der Bibliothek der Nutzer unzugänglich machen.

In der ursprünglichen Antwort machte man auch eine 180-Grad-Wende, was die Ubuntu-Empfehlung betrifft. Denn diese Linux-Distribution hielt man für die bisher für Steam am besten geeignete. Auch diese Entscheidung musste man überdenken und zurückziehen.

"Konservativere Herangehensweise"

All das blieb auch bei Canonical nicht ungehört und laut Griffais entschied man sich dort nun, bei Ubuntu eine etwas "konservativere Herangehensweise" zu wählen. Dabei soll eine Auswahl an 32-Bit-Bibliotheken nach wie vor auf dem Host-System vorhanden sein. "Wir sind zwar nach wie vor nicht besonders begeistert über das Entfernen bestehender Funktionalitäten, aber so eine Änderung ist dennoch extrem willkommen, da sie uns erlauben wird, an Verbesserungen des Steam-Distributions-Modells zu arbeiten, ohne dass das neue Kopfschmerzen für die Nutzer zur Folge hat", so Griffais.

Auf Basis der neuen Informationen werde man aller Wahrscheinlichkeit nach Ubuntu nach wie vor unterstützen können. Eine Festlegung stellt das allerdings nicht dar, Griffais verwendet hier mehrfach Wörter wie "derzeit", "vorerst" und "wahrscheinlich". Die Linux-Landschaft habe sich seit der ursprünglichen Veröffentlichung von Steam für Linux "dramatisch" verändert, weshalb sich Valve derzeit auch nicht festlegen will, welche Distributionen man in Zukunft unterstützen wird, so der Valve-Coder abschließend.

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