Kein Mucks im Umkreis: Größte Alien-Suche der Geschichte erfolglos

Sind wir allein im Universum? Diese fundamentale Frage bleibt weiter unbeantwortet: Trotz der größten Suche nach intelligentem Leben in der Geschichte der Wissenschaft hat ein jetzt abgeschlossenes Projekt in unserer kosmischen Nachbarschaft keine Signale entdeckt, die Hinweise auf extraterrestrisches Leben liefern.

Die größte Alien-Suche der Geschichte liefert keinen Treffer

Drei Jahre Arbeit, ein Petabyte an Daten von optischen und Radio-Teleskopen und kein Treffer: So könnte man die Bemühungen des kalifornischen Seti-Instituts beschreiben, das jetzt im Rahmen des Projekts "Breakthrough Listen" den bisher größten Datensatz der Geschichte in Bezug auf die Suche nach extraterrestrischem Leben vorgelegt hat. Dabei waren mit 1327 relativ erdnahen Sternen (innerhalb von 160 Lichtjahren) sozusagen unsere kosmische Nachbarschaft mit Teleskopen in den USA und Australien ganz genau unter die Lupe genommen worden.

Wie die Wissenschaftler ausführen, habe man dafür eine ganze Reihe an Methoden entwickelt, um nach sogenannten "Technosignatures" - also Hinweisen auf Technologie - Ausschau zu halten, wie sie beispielsweise von Sendern oder Antriebsvorrichtungen zu erwarten wären. Zu diesen Techniken zählt die Suche nach starken Signalen, die nur einen kleinen Bereich des Radio-Spektrums einnehmen, auch nach "hellen Lasern, die für Kommunikation genutzt werden können" halten die Wissenschaftler Ausschau. Wie in vielen anderen wissenschaftlichen Disziplinen, helfen auch hier "neue Algorithmen und Machine-Learning-Techniken" die Suche effektiver zu machen.

Die Nadel im Heuhaufen

Bei der Suche werden dann unter anderem Milliarden Radio-Kanäle nach Signalen durchsucht, die für einen natürlichen Ursprung zu "schmal und klar definiert" sind. Da dabei vor allem Signale aufgefangen werden, die menschlichen Ursprungs sind, setzt das Team auf Filtertechniken: "Indem wir Vergleichs-Scans der Region nahe des Sterns durchführen, können wir Signale herausfiltern, die nicht aus dieser Richtung kommen."

Das Ergebnis: "Wir haben keinen Beweis für künstliche Signale von jenseits der Erde gefunden, was aber nicht bedeutet, dass es da draußen kein intelligentes Leben gibt: Wir haben vielleicht einfach nicht am richtigen Platz nachgesehen, oder weit genug gespäht, um schwache Signale zu entdecken", so der Projektleiter Dr. Danny Price.
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