Lebenslang: Kim Dotcom kämpft letzten Kampf gegen USA-Auslieferung
Auslieferung und lebenslange Haft in den USA: Gegen dieses wahrscheinliche Schicksal stemmt sich Kim Dotcom jetzt zum letzten Mal bei seinem Berufungsverfahren am Obersten Gerichtshof von Neuseeland. Die Verhandlung markiert das endgültige Finale eines jahrelangen Rechtsstreits, der aller Voraussicht nach nicht gut für den gebürtigen Deutschen ausgehen wird.
Bei allen Bemühungen in dem seit Jahren andauernden Rechtsstreit stehen die Chancen für den bekannten deutschen Internet-Millionär aber eher schlecht: Fünf Richter müssen nun darüber entscheiden, ob sie der Ansicht der Vorinstanz folgen. Die hatte die Auslieferung des 45-Jährigen an die USA für rechtens erklärt. Es wird erwartet, dass auch das Oberste neuseeländische Gericht dieser Ansicht folgen wird. Das Verfahren endet am Freitag, eine Entscheidung wird aber wohl Wochen dauern.
Gegen Dotcom wird in den USA der Vorwurf erhoben, er habe mit seiner 2005 gegründeten und 2012 stillgelegten Internet-Plattform Megaupload den globalen Tausch von urheberrechtlich geschütztem Material ermöglicht. Wie das Handelsblatt schreibt, erhebt das FBI den Vorwurf, dass Dotcom und seine Mitarbeiter Mathias Ortmann, Bram van der Kolk und Finn Batato Schäden in Höhe von 500 Millionen US-Dollar verursacht hätten.
Die Chancen für Kim Dotcom stehen schlecht
"Mein Auslieferungsverfahren ist heute vor dem Obersten Gerichtshof von Neuseeland gelandet", so Kim Dotcom auf seinem offiziellen Twitter-Account. Wie der bekannte deutsche Internetunternehmer ausführt, habe seine Frau in diesem Jahr ihr Jurastudium abgeschlossen, um an der Seite seines juristischen Teams "für unsere Zukunft" zu kämpfen. "Wenn Liz nicht gewesen wäre, wäre ich nie soweit gekommen", so Kim Dotcom abschließend.Gegen Dotcom wird in den USA der Vorwurf erhoben, er habe mit seiner 2005 gegründeten und 2012 stillgelegten Internet-Plattform Megaupload den globalen Tausch von urheberrechtlich geschütztem Material ermöglicht. Wie das Handelsblatt schreibt, erhebt das FBI den Vorwurf, dass Dotcom und seine Mitarbeiter Mathias Ortmann, Bram van der Kolk und Finn Batato Schäden in Höhe von 500 Millionen US-Dollar verursacht hätten.
Sieht sich als Sündenbock
Kim Dotcom hat stets den Standpunkt vertreten, dass sein Unternehmen selbst nie an illegalen Transfers beteiligt gewesen wäre, allerdings sei die Plattform "natürlich auch für den illegalen Verkehr von Daten genutzt worden". Wie er gegenüber dem Handelsblatt ausführt, sei er wegen seines auffälligen Lebensstils als "Sündenbock" gewählt worden, der für eine ganze Industrie seinen Kopf hinhalten müsse, während vergleichbare Dienste "wie Dropbox" verschont blieben.
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