BSI-Experten finden wieder Malware ab Werk auf Android-Smartphones
Bei Tests billiger Smartphones von eher unbekannten Herstellern zeigte sich einmal mehr, dass bei scheinbar günstigen Preisen irgendwo ein Haken ist. Auf mehreren Geräten fanden Experten erneut Malware, die bereits vom Hersteller mitgeliefert wird und wahrscheinlich dafür sorgen soll, dass später Daten abgegriffen und gewinnbringend genutzt werden sollen.
"Unsere Untersuchungen zeigen ganz deutlich, dass IT-Geräte mit vorinstallierter Schadsoftware offensichtlich keine Einzelfälle sind. Sie gefährden die Verbraucherinnen und Verbraucher, die diese günstigen Smartphones kaufen und letztlich womöglich mit ihren Daten draufzahlen", erklärte Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), bei dessen Tests die Geräte entdeckt wurden.
Insbesondere warnt das BSI dabei vor den Modellen "Doogee BL7000" und "M Horse Pure 1", auf denen die Malware aktiv und nicht einfach zu beseitigen war. Die gleiche Backdoor wurde auch im "Keecoo P11" entdeckt, allerdings bietet der Hersteller hier ein bereinigtes Firmware-Update an, das sich direkt installieren lässt. Die gleiche Schad-Software wurde darüber hinaus auf einem Gerät namens "VKworld Mix Plus" entdeckt, auf dem sie allerdings nicht aktiv war.
Die genannten Modelle sollten allerdings auch nur als Beispiele gesehen werden, denn immer wieder fallen solche besonders preiswerten Geräte negativ auf. Und selbst wenn keine Malware mitgeliefert wird, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich trotzdem Schädlinge einnisten. Denn im Gegensatz zu den teureren Modellen ist hier eine Wartung der Software durch Updates in der Regel nicht mit eingepreist.
Siehe auch: Android-AV-Apps erkennen mehrheitlich gar keine Malware
Insbesondere warnt das BSI dabei vor den Modellen "Doogee BL7000" und "M Horse Pure 1", auf denen die Malware aktiv und nicht einfach zu beseitigen war. Die gleiche Backdoor wurde auch im "Keecoo P11" entdeckt, allerdings bietet der Hersteller hier ein bereinigtes Firmware-Update an, das sich direkt installieren lässt. Die gleiche Schad-Software wurde darüber hinaus auf einem Gerät namens "VKworld Mix Plus" entdeckt, auf dem sie allerdings nicht aktiv war.
Ein strukturelles Problem
Die Auslieferung der Geräte mit Malware muss nicht einmal bewusst durch den Hersteller erfolgen. Die Verbreitung über mehrere Modelle deutet darauf hin, dass die Firmen ihr Android-Betriebssystem jeweils beim gleichen Dienstleister beziehen. Der Rückgriff auf einen solchen macht die Sache billiger und da die Margen bei den Billig-Smartphones ohnehin sehr knapp bemessen sind, lässt sich hier gegenüber eigenen Anpassungen noch deutlich sparen.Die genannten Modelle sollten allerdings auch nur als Beispiele gesehen werden, denn immer wieder fallen solche besonders preiswerten Geräte negativ auf. Und selbst wenn keine Malware mitgeliefert wird, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich trotzdem Schädlinge einnisten. Denn im Gegensatz zu den teureren Modellen ist hier eine Wartung der Software durch Updates in der Regel nicht mit eingepreist.
Siehe auch: Android-AV-Apps erkennen mehrheitlich gar keine Malware
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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