Android-AV-Apps erkennen mehrheitlich gar keine Malware
Wenn man schon unbedingt der Ansicht ist, eine so genannte Sicherheits-Software auf einem Android-Telefon zu benötigen, sollte man am ehesten bei den bekannten Marken bleiben. Denn die Mehrzahl der Antiviren-Apps, die in Googles Play Store zu finden sind, muss man im Grund als vollständigen Betrug einstufen, wie eine aktuelle Analyse von AV-Comparatives zeigt.
Brauchbaren AV-Apps laut AV-Test
Das bekannte Testlabor ließ rund 2000 Samples bekannter Android-Malware auf die entsprechenden Produkte los. Von den 250 eingesetzten Antivirus-Apps schafften es gerade einmal 80, zumindest einen kleinen Teil der Schädlinge auch zu erkennen. "Über zwei Drittel versagten dabei, wenigstens eine Block-Rate von 30 Prozent zu schaffen", teilten die Tester mit.
Weniger als jede zehnte vermeintliche Sicherheits-Software konnte alle Samples erkennen. Angesichts dessen, dass es hier um bekannte Malware ging, die eigentlich nur in den Signatur-Datenbanken eingetragen sein und ordentlich erkannt werden muss, ist dies natürlich ein absolutes Armutszeugnis. Entsprechend kann man eine Ahnung davon bekommen, wie gut man bei den diversen Anbietern aufgehoben ist, wenn brandneue Schädlinge in Umlauf gebracht werden.
Es ist davon auszugehen, dass die fraglichen Apps eigentlich auch gar nicht ernsthaft nach Schädlingen suchen sollen. Vielmehr dürfte es den Anbietern hier darum gehen, Geld mit eingeblendeter Werbung hereinzuholen oder den Entwickler auf andere Weise profitieren zu lassen.
Im übrigen gilt hier besonders, was auch über Antivirus-Software am PC zu sagen ist: Solche Programme können im besten Fall eine Ergänzung zur eigentlichen Systemsicherheit darstellen. Vor allem sollte man sich nicht in Sicherheit wiegen, weil man eine AV-App installiert hat. Der wichtigste Schutz besteht immer noch darin, das System auf dem aktuellsten Stand zu halten und keine Software aus unzuverlässiger Quelle zu installieren. Zusätzlich sollte man abwägen, ob einem der Schutz vor längst bekannter Malware mehr wert ist, als das Risiko zusätzlicher Security-Probleme durch eine Software, die Dritthersteller tief ins System eingreifen lässt.
Siehe auch: Stiftung Warentest Antivirus-Test: Windows Defender weit abgeschlagen
Brauchbaren AV-Apps laut AV-Test
Das bekannte Testlabor ließ rund 2000 Samples bekannter Android-Malware auf die entsprechenden Produkte los. Von den 250 eingesetzten Antivirus-Apps schafften es gerade einmal 80, zumindest einen kleinen Teil der Schädlinge auch zu erkennen. "Über zwei Drittel versagten dabei, wenigstens eine Block-Rate von 30 Prozent zu schaffen", teilten die Tester mit.
Weniger als jede zehnte vermeintliche Sicherheits-Software konnte alle Samples erkennen. Angesichts dessen, dass es hier um bekannte Malware ging, die eigentlich nur in den Signatur-Datenbanken eingetragen sein und ordentlich erkannt werden muss, ist dies natürlich ein absolutes Armutszeugnis. Entsprechend kann man eine Ahnung davon bekommen, wie gut man bei den diversen Anbietern aufgehoben ist, wenn brandneue Schädlinge in Umlauf gebracht werden.
Es ist davon auszugehen, dass die fraglichen Apps eigentlich auch gar nicht ernsthaft nach Schädlingen suchen sollen. Vielmehr dürfte es den Anbietern hier darum gehen, Geld mit eingeblendeter Werbung hereinzuholen oder den Entwickler auf andere Weise profitieren zu lassen.
Gute Anbieter schon vom PC bekannt
Es gibt aber eben durchaus auch Produkte, die nicht von den schwarzen Schafen in den Play Store eingebracht werden, sondern die auch wirklich die bekannten Schädlinge erkennen und darauf reagieren. Und wenn man sich deren Entwickler ansieht, erkennt man im Wesentlichen Anbieter, die sich auch schon auf dem PC einen Namen gemacht haben.Im übrigen gilt hier besonders, was auch über Antivirus-Software am PC zu sagen ist: Solche Programme können im besten Fall eine Ergänzung zur eigentlichen Systemsicherheit darstellen. Vor allem sollte man sich nicht in Sicherheit wiegen, weil man eine AV-App installiert hat. Der wichtigste Schutz besteht immer noch darin, das System auf dem aktuellsten Stand zu halten und keine Software aus unzuverlässiger Quelle zu installieren. Zusätzlich sollte man abwägen, ob einem der Schutz vor längst bekannter Malware mehr wert ist, als das Risiko zusätzlicher Security-Probleme durch eine Software, die Dritthersteller tief ins System eingreifen lässt.
Siehe auch: Stiftung Warentest Antivirus-Test: Windows Defender weit abgeschlagen
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