Woher kommt das Wasser auf der Erde? Forscher finden Quelle im All
Woher kommt das Wasser auf der Erde? Forscher haben jetzt in der Analyse von Asteroiden-Proben erstmals Hinweise darauf gefunden, dass die durch das All taumelnden großen Brocken viel mehr Wasser enthalten, als bisher angenommen. Es könnte möglich sein, dass bis zu 50 Prozent des irdischen Wassers auf diesem Weg auf die Erde gelangt sind.
Das Team hatte dabei zwei Proben untersucht, die von der japanischen Sonde Hayabusa im Jahr 2005 auf dem Asteroiden Itokawa eingesammelt und dann im Jahr 2010 zur Erde zurückgebracht worden waren - aktuell untersucht die Nachfolgemission Hayabusa 2 den Asteroiden Ryugu mit einem ganz ähnlichen Ziel. Für die Forschungsgruppe an der Arizona State University wurden dann fünf Proben zur Verfügung gestellt, die "jeweils ungefähr die Hälfte der Dicke eines menschlichen Haars aufweisen", so die Forscher. Die stichhaltige Untersuchung dieser winzigen Proben war demnach nur mit einem sogenannten "Nanoscale Secondary Ion Mass Spectrometer (NanoSIMS)" möglich.
Die erste Messung von Wasser auf der Oberfläche von Asteroiden
Es ist mal wieder eine echte Premiere für die Wissenschaft: Forscher der Arizona State University haben erstmals in Proben von einem Asteroiden Spuren von Wasser nachgewiesen. Wie im offiziellen Beitrag auf der Webseite der Universität zu lesen ist, ziehen die Forscher aus diesem Fund interessante Rückschlüsse für die Frühzeit der Erdentstehungsgeschichte: "Die Ergebnisse des Teams legen nahe, dass Einschläge ähnlicher Asteroiden in der frühen Geschichte der Erde bis zu 50 Prozent des Wassers in den Ozeanen des Planeten geliefert haben könnten", so das Forscherteam.Das Team hatte dabei zwei Proben untersucht, die von der japanischen Sonde Hayabusa im Jahr 2005 auf dem Asteroiden Itokawa eingesammelt und dann im Jahr 2010 zur Erde zurückgebracht worden waren - aktuell untersucht die Nachfolgemission Hayabusa 2 den Asteroiden Ryugu mit einem ganz ähnlichen Ziel. Für die Forschungsgruppe an der Arizona State University wurden dann fünf Proben zur Verfügung gestellt, die "jeweils ungefähr die Hälfte der Dicke eines menschlichen Haars aufweisen", so die Forscher. Die stichhaltige Untersuchung dieser winzigen Proben war demnach nur mit einem sogenannten "Nanoscale Secondary Ion Mass Spectrometer (NanoSIMS)" möglich.
Ungewöhnlich viel Wasser
Die Messungen mit dem speziellen Spektrometer ergaben demnach, dass die Proben unerwartet viel Wasser enthielten. Da Itokawa eigentlich als recht trockener Asteroid gilt, schließen die Wissenschaftler daraus, dass in solchen Himmelskörpern viel mehr Wasser zu finden ist, als bisher angenommen. Die Analyse habe auch gezeigt, dass der Asteroid Zusammensetzungen von Wasserstoffisotopen enthalte, die nicht von denen auf der Erde zu unterscheiden seien. "Dies bedeutet, dass Asteroiden dieses Typen (...) mit hoher Wahrscheinlichkeit eine kritische Quelle für Wasser und einige andere Elemente für die terrestrischen Planeten darstellen", so die Foscher.
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