Was kommt eigentlich nach dem Yottabyte? - Diskussion ist angelaufen

Das rasante Wachstum der Datenmengen, die von der Menschheit generiert werden, stellt die Zahlen-Experten in absehbarer Zeit vor ein Problem: Es ist absehbar, dass die aktuellen Präfixe nicht mehr ausreichen werden, um die Informationsmengen zu beschreiben. Denn nach den aktuellen Konventionen ist bei den Yottabytes Schluss.
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Zur Beschreibung der natürlichen Größen reichen die definierten Präfixe völlig aus und auch bei den Datenmengen gibt es aktuell noch kein wirkliches Problem. Quasi jeder Nutzer hat heute eine Vorstellung davon, was Bytes in den Größenordnungen Mega (Million) oder Giga (Milliarde) bedeuten. Und auch Tera (Billion) wird zunehmend zu einer praktischen Größe. Und zumindest in den Statistiken über die Datenmengen, mit denen man es heute weltweit zu tun hat, sind auch schon längst die darauffolgenden Präfixe Peta, Exa und gelegentlich Zetta zu hören.

Anhand des enormen Wachstums der Datenmengen, die die fortschreitende Digitalisierung mit sich bringt, ist absehbar, dass in 10 bis 15 Jahren der Punkt erreicht sein wird, an dem die Marke von einem Yottabyte überschritten wird, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf den Wissenschaftler Richard J.C. Brown vom britischen National Physical Laboratory, der eine anerkannte Kapazität in Sachen Zahlen ist.

Furcht vor Boaty McBoatface-Moment

Yotta ist das Präfix für die Quadrillion, das sind 10 hoch 24 oder aber eben eine Billion mal eine Billion. Praktisch vorstellbar sind solch große Zahlen schon lang nicht mehr, doch die praktische Relevanz ist in naher Zukunft gegeben. Und es ist kaum davon auszugehen, dass sich das Wachstum der Informationsmenge dann deutlich verlangsamen wird. Also wird es irgendwann nötig sein, die nächste Größenordnung heranzuziehen. Das Problem dabei ist aber: Es gibt über Yotta aktuell nichts mehr.

Brown befürchtet bereits, dass irgendwann jemand auf die Idee eines öffentlichen Ideen-Wettbewerbs kommt. Ein solcher führte vor einiger Zeit dazu, dass das neueste Forschungsschiff Großbritanniens nach Ansicht vieler Internet-Nutzer Boaty McBoatface heißen sollte, was man dann doch nicht wollte. Unbegründet ist seine Befürchtung nicht, denn es stehen durchaus schon Vorschläge wie Bronto im Raum.

Brown verfolgt in der Zahlen-Community aber eher andere Ziele. Demnach könnte Yotta mit den 24 Nullen dann Ronna mit 27 und Quecca mit 30 Nullen folgen. Das würde dem bisherigen Schema folgen, mit griechischen Zahlen zu arbeiten, was zumindest ab Peta (Fünf) bereits der Fall ist. Allerdings sind eben auch schon andere Bezeichnungen vorhanden, die von anderen griechischen Begriffen abstammen, darunter Giga vom Riesen und Tera vom Ungeheuer.

Siehe auch: Trotz Voting-Sieg: Polar-Schiff wird nicht Boaty McBoatface heißen
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