Corning: Falt-Displays sind viel zu anfällig - Glas dauert aber noch
Das Unternehmen Corning arbeitet daran, eines der grundlegenden Probleme der neuen Mobilgeräte mit faltbaren Displays zu lösen: Deren Widerstandsfähigkeit. Um eine seiner bekannten Glas-Oberflächen auch über ein flexibles Panel legen zu können, muss der Hersteller noch einige Innovationen hinbekommen.
Die aktuellen faltbaren Displays basieren auf einem Polymer, da dieses wesentlich flexibler als Glas ist. Es ist aber eben auch sehr viel anfälliger für Kratzer. Man kann also schon recht schnell damit rechnen, dass die neuen, teuren Smartphones von Samsung und Huawei längst keinen so guten Eindruck machen wie bei ihrer ersten Inbetriebnahme.
"Für eine Lösung mit Glas fordert man aber wirklich die Gesetze der Physik heraus", erklärte Corning-Geschäftsführer John Bayne gegenüber dem US-Technologie-Magazin Wired. Das Substrat muss hier dünn genug sein, um auch bei einem kleinen Biegeradius nicht zu brechen. Es muss auf der anderen Seite aber immer noch stark genug sein, um auch Stürzen und sonstigen Schadensquellen zu widerstehen.
Im Grunde verfüg Corning bereits über ein sehr biegsames Material, das so genannte Willow Glass. Dieses ist aber schlicht nicht robust genug. Das bekannte Gorilla Glass hingegen erhält seine Stärke, indem es in geschmolzenes Salz getaucht wird und einen Ionenaustausch stattfindet. Wenn man dies allerdings mit dem Willow Glass tun würde, wären anschließend dessen leitende Elemente weggeätzt und man könnte das Material nicht mehr für einen Touchscreen verwenden. Aktuell rechnet man bei Corning damit, dass man in zwei Jahren eine wirklich brauchbare Lösung parat hat.
Siehe auch: Corning zeigt Gorilla Glass 6: Es hält vor allem mehr Stürze aus
"Für eine Lösung mit Glas fordert man aber wirklich die Gesetze der Physik heraus", erklärte Corning-Geschäftsführer John Bayne gegenüber dem US-Technologie-Magazin Wired. Das Substrat muss hier dünn genug sein, um auch bei einem kleinen Biegeradius nicht zu brechen. Es muss auf der anderen Seite aber immer noch stark genug sein, um auch Stürzen und sonstigen Schadensquellen zu widerstehen.
Der Mittelweg ist schwer
Der aktuelle Stand ist ein Glas, das bei einer Dicke von 0,1 Millimetern auf einen Radius von 5 Millimetern gebogen werden kann. Laut Bayne will man aber noch etwas weiter vorankommen und auf 3 Millimeter heruntergehen können. Parallel dazu ist es auch nötig, die Widerstandsfähigkeit des Glases weiter zu steigern - denn das aktuell beste Material ist noch nicht für die Strapazen geeignet, denen es in der Smartphone-Praxis gegenübersteht.Im Grunde verfüg Corning bereits über ein sehr biegsames Material, das so genannte Willow Glass. Dieses ist aber schlicht nicht robust genug. Das bekannte Gorilla Glass hingegen erhält seine Stärke, indem es in geschmolzenes Salz getaucht wird und einen Ionenaustausch stattfindet. Wenn man dies allerdings mit dem Willow Glass tun würde, wären anschließend dessen leitende Elemente weggeätzt und man könnte das Material nicht mehr für einen Touchscreen verwenden. Aktuell rechnet man bei Corning damit, dass man in zwei Jahren eine wirklich brauchbare Lösung parat hat.
Siehe auch: Corning zeigt Gorilla Glass 6: Es hält vor allem mehr Stürze aus
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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