Hyundai: Erste Autos bekommen Fingerprint-Sensor statt Schlüssel

Auto, Fingerabdruck, Hyundai Bildquelle: Hyundai
Fingerabdruck-Sensoren haben sich bei Smartphones als ziemlich beliebtes Authentifizierungs-System erwiesen und sollen daher nun auch in Autos übernommen werden. Hyundai Motors hat nun das erste Modell angekündigt, bei dem der Zündschlüssel durch ein entsprechendes Fingerprint-System ersetzt werden soll. Wie das Unternehmen mitteilte, soll die neueste Variante des SUV "Santa Fe" schon im ersten Quartal des neuen Jahres in China mit einer entsprechenden Konfiguration auf den Markt kommen. Demnach wird es genau an jenen zwei Stellen Sensoren geben, die die Fingerabdrücke nehmen sollen, wo man sonst Schlitze für den Schlüssel vorfindet: Einmal an der Tür-Entriegelung und des Weiteren neben dem Lenkrad für die Zündung.

Wenn mehrere Personen das jeweilige Fahrzeug nutzen, lassen sich deren Fingerprints getrennt voneinander registrieren und der Bordcomputer verwaltet diese auch in persönlichen Profilen. Das wird dann beispielsweise genutzt, um den jeweiligen Nutzer zu erkennen und auch direkt den Sitz und die Spiegel in Positionen zu bringen, die dieser zuvor für sich eingestellt hatte. Später sollen auch noch andere personalisierte Konfigurationen bei der Klimaanlage und dem Lenkrad hinzukommen.

Herausforderungen sind riesig

Wie gut sich das System in der Praxis macht, wird sich erst zeigen müssen. Immerhin hat der Hersteller es hier mit komplett anderen Voraussetzungen zu tun, als es bei einem Smartphone der Fall ist. Denn die Sensoren müssen wesentlich zuverlässiger sein: Wenn beim Smartphone bei schlechtem Wetter der Sensor versagte und man stattdessen auf die PIN zurückgeworfen wurde, war dies kein Problem - wenn man dann allerdings nicht ins Auto kommt, dürfte Frust vorprogrammiert sein. Und dies in einer Umgebung, die wesentlich stärker der Witterung ausgesetzt ist als ein Smartphone.

Noch größer dürfte das Problem der Sicherheit sein. Beim Mobiltelefon kommen Fingerprint-Reader immerhin nur als bequeme zusätzliche Stufe zum Einsatz und in bestimmten Abständen muss sich der Nutzer dann doch mit dem Passwort ausweisen. Auch weil biometrische Merkmale immer wieder leicht gestohlen und imitiert werden können. Wie gut Hyundai dieses Problem an einem System löst, das Angreifer in der Regel mit viel Geduld attackieren können und das oft auch mehr Wert ist als ein Mobiltelefon, ist aktuell noch nicht bekannt. Hier muss man Tests abwarten.

Siehe auch: Hyundai testet gern schnell und machte NFC-Smartphone schon vor Jahren zum Autoschlüssel Auto, Fingerabdruck, Hyundai Auto, Fingerabdruck, Hyundai Hyundai
2018-12-17T09:58:00+01:00
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