Sonne dimmen, Erde abkühlen:
Forscher starten Geoengineering-Tests
Abseits der Langzeitfolgen der Umweltverschmutzung kann der Mensch mit Geoengineering-Methoden kurzfristig Einfluss auf das Wetter nehmen. Bei einem Forschungsprojekt soll jetzt erprobt werden, ob mit aus diesem Bereich bekannten Techniken eine Abkühlung der gesamten Erde erreicht werden könnte.
Es gibt viele Geoengineering-Ideen (Rita Erven/Kiel-Earth-Institute)
Wie Nature in seinem Bericht zu dem Experiment beschreibt, das im kommenden Frühjahr gestartet werden soll, will Keith nach der aktuellen Planung mit einem Budget von 3 Millionen Dollar unter anderem zwei Ballons finanzieren, die in 20 Kilometern Höhe über den USA insgesamt rund ein Kilogramm Calciumcarbonat ausstoßen sollen - die Idee: Die Partikel sollen in der Stratosphäre wie kleine Barrieren wirken, die eintreffende Wärmeenergie zurück ins All abstrahlt.
Bis sich die Methoden zur künstlichen Abkühlung aber bewährt haben, muss noch einiges an Forschungsarbeit geleistet werden. Schwefeldioxid war zunächst als Kandidat favorisiert worden, fällt aber wegen des negativen Einflusses auf die Ozonschicht als passendes Mittel aus. Aktuell werden die Experimente deshalb eben mit Calciumcarbonat fortgeführt. Unabhängig von den Ergebnissen ist für den Atmosphärenforscher David Fahey eines schon jetzt klar: "Nicht über Geoengineering zu reden, ist der größte Fehler, den wir jetzt machen könnten."
Vom künstlichen Regen zum künstlichen Kühleffekt
Schon seit dem frühen 20. Jahrhundert nutzen Menschen Methoden, um gewisse meteorologische Vorgänge kleinräumig zu beeinflussen - mit am bekanntesten ist hier eine Technik, durch die eine "Impfung" von Wolken mit Salzen und anderen Chemikalien für künstlichen Regen sorgt. Der Klimawissenschaftler David Keith hat jetzt angekündigt, dass er mit seinem Team an Harvard-Forschern im Rahmen des sogenannten Stratospheric Controlled Perturbation Experiments (SCoPEx) herausfinden will, ob Partikel in der Atmosphäre zur Abkühlung der gesamten Erde genutzt werden könnten.
Es gibt viele Geoengineering-Ideen (Rita Erven/Kiel-Earth-Institute)
Wie Nature in seinem Bericht zu dem Experiment beschreibt, das im kommenden Frühjahr gestartet werden soll, will Keith nach der aktuellen Planung mit einem Budget von 3 Millionen Dollar unter anderem zwei Ballons finanzieren, die in 20 Kilometern Höhe über den USA insgesamt rund ein Kilogramm Calciumcarbonat ausstoßen sollen - die Idee: Die Partikel sollen in der Stratosphäre wie kleine Barrieren wirken, die eintreffende Wärmeenergie zurück ins All abstrahlt.
Dringende Pionierarbeit
Die Forscher sehen ihre Arbeit als besonders wichtig an, weil damit Grundlagen für einen späteren sicheren Einsatz der Techniken geschaffen werden. Für Keith ist die Gefahr sehr groß, dass Regierungen mit den immer krasseren Folgen der Erderwärmungen früher oder später panisch zu möglichen Gegenmaßnahmen greifen. Die Forscher sind sich sicher, dass dann auch Geoengineering in den Fokus rücken wird.Bis sich die Methoden zur künstlichen Abkühlung aber bewährt haben, muss noch einiges an Forschungsarbeit geleistet werden. Schwefeldioxid war zunächst als Kandidat favorisiert worden, fällt aber wegen des negativen Einflusses auf die Ozonschicht als passendes Mittel aus. Aktuell werden die Experimente deshalb eben mit Calciumcarbonat fortgeführt. Unabhängig von den Ergebnissen ist für den Atmosphärenforscher David Fahey eines schon jetzt klar: "Nicht über Geoengineering zu reden, ist der größte Fehler, den wir jetzt machen könnten."
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