Das wars dann: Der letzte große Katalog geht bei Otto in den Druck
In der kommenden Woche beginnt in Nürnberg der Anfang vom Ende: In der Prinovis-Druckerei werden dann zum allerletzten Mal die Druckmaschinen anlaufen und einen Versandhaus-Katalog mit hunderten Seiten in Millionen-Auflage produzieren. Otto ist der letzte Anbieter in dem einst großen Markt und gibt den klassischen Geschäfts-Stil nun auch auf.
Nur die inzwischen schon etwas älteren Nutzer werden sich heute wohl noch an die geradezu magischen Momente erinnern können, als die neuen Wälzer halbjährlich in die Haushalte trudelten und man eilig den großen vorderen Teil der Hochglanzseiten überblätterte, um endlich auf jenen Seiten anzukommen, auf denen die neuesten Angebote der noch jungen Computer-Industrie zu sehen waren. Zwei der drei großen Namen dieser Zeit sind dabei längst im Strom der Zeit untergegangen: Quelle und Neckermann.
Geblieben ist Otto - der Konzern gehört noch immer zu den größten Versandhändlern. Und das vor allem, weil das Unternehmen den Umstieg auf den Vertrieb über das Netz recht gut hinbekommen hat. Den klassischen Katalog gibt es allerdings trotzdem noch - jetzt aber bald zum letzten Mal. "Unsere Kunden haben den Katalog selbst abgeschafft, weil sie ihn immer weniger nutzen", erklärte Marc Opelt, der Chef des Otto-Versands, gegenüber der Nachrichtenagentur DPA.
Den Angaben zufolge soll es zumindest beim Otto-Konzern dadurch nicht zum Abbau von Arbeitsplätzen kommen. Alle, die an der letzten Auflage des Otto-Katalogs mitgearbeitet haben, werden für den weiteren Ausbau des Online-Angebotes gebraucht. Hier sind inzwischen nicht mehr "nur" mehrere tausend, sondern etwa drei Millionen Produkte zu haben.
Siehe auch: In Randbereichen gibt es auch den entgegengesetzten Trend - Amazon verschickt jetzt nämlich erstmals klassische Kataloge. Und so sehen sie aus.
Geblieben ist Otto - der Konzern gehört noch immer zu den größten Versandhändlern. Und das vor allem, weil das Unternehmen den Umstieg auf den Vertrieb über das Netz recht gut hinbekommen hat. Den klassischen Katalog gibt es allerdings trotzdem noch - jetzt aber bald zum letzten Mal. "Unsere Kunden haben den Katalog selbst abgeschafft, weil sie ihn immer weniger nutzen", erklärte Marc Opelt, der Chef des Otto-Versands, gegenüber der Nachrichtenagentur DPA.
Die meisten sind schon mobil dabei
Gerade einmal noch drei Prozent der Otto-Kunden würden demnach noch die klassischen Bestellkarten per Post oder Fax schicken oder die telefonische Übermittlung nutzen, hieß es. Alle anderen kommen inzwischen über die digitalen Kanäle - und hierbei die Mehrheit auch schon über die Mobile-App des Unternehmens. Binnen nicht einmal 20 Jahren fällt die Auflage des gedruckten Katalogs von rund 10 Millionen Exemplaren damit nun auf 0.Den Angaben zufolge soll es zumindest beim Otto-Konzern dadurch nicht zum Abbau von Arbeitsplätzen kommen. Alle, die an der letzten Auflage des Otto-Katalogs mitgearbeitet haben, werden für den weiteren Ausbau des Online-Angebotes gebraucht. Hier sind inzwischen nicht mehr "nur" mehrere tausend, sondern etwa drei Millionen Produkte zu haben.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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