Top500-Supercomputer: Endlich ist wieder richtig Bewegung in der Liste

Server, Supercomputer, Rechenzentrum, Summit Bildquelle: ORNL
Man kann schon sagen: Endlich! Endlich birgt die neueste Veröffentlichung der Liste der aktuell schnellsten Supercomputer der Welt wieder einige Neuerungen. Nach Jahren der chinesischen Dominanz gibt es an der Spitze eine Wachablösung und es spielen auch mal andere Prozessor-Hersteller als Intel eine Rolle bei den Neuzugängen. Mit einem Blick auf die Jahreszahl muss zu allererst eingeräumt werden, dass sich frühere Hoffnungen endgültig zerschlagen haben: 2018 ist nicht das erste Jahr, in dem der Menschheit Supercomputer im Exascale-Segment zur Verfügung stehen. Selbst der schnellste Rechner, der neu in Betrieb genommen wurde, ist dann doch noch ziemlich weit von einer Leistung von einem Exaflops entfernt.

Immerhin konnte das US-Energieministerium aber einmal mehr punkten und nahm schon vor einiger Zeit in seinem altbekannten Oak Ridge National Laboratory den neuen Rechner namens "Summit" in Betrieb. Dieser setzt sich aus IBM-Systemen zusammen, die ihre Leistung von POWER9-CPUs sowie GPU-Karten des Typs Nvidia Volta beziehen. Mit dieser Kombination bringt es die Maschine auf eine Rechenleistung von 143,5 Petaflops und ist damit klar die Nummer 1. Und auch der zweite Platz wird von dem Ministerium besetzt, das aus den gleichen Bestandteilen den Sierra zusammensetzte, der aber nur 94,6 Petaflops bringt und damit knapp vor dem chinesischen Spitzensystem Sunway TaihuLight mit seinen 93 Petaflops landete.
Supercomputer SummitSummit... Supercomputer Summit...die Nr.1 aus den USA

Epyc- und ARM-Designs

Eine große Nachricht gibt es aber eben auch für jene, die sich für die Möglichkeiten alternativer Prozessor-Anbieter beziehungsweise -Plattformen interessieren. Aus China wurde nämlich der erste Supercomputer vermeldet, der sich mit Hygon Dhyana-Prozessoren in die Top500-Liste einschreiben kann. Bei den Chips handelt es sich um jene, die von einem chinesischen Hersteller produziert werden, der von AMD eine Lizenz für die neuen Epyc-Prozessoren erworben hat. Erstmals seit langer Zeit gibt es damit mal wieder eine andere Firma außer Intel, AMD und VIA, von der x86-Designs in Silizium gebrannt werden.

Hinzu kommt, dass erstmals seit langer Zeit auch eine richtige Top500-Premiere gefeiert werden kann: HPE hat mit dem Astra den ersten Supercomputer platziert, der auf ARM-Prozessoren basiert. Hier kommen Cavium Thunder X2-Chips zum Einsatz, die es in der Gesamtheit auf eine Leistung von 1,5 Petaflops bringen. Das reicht immerhin für Platz 203.

Siehe auch: Astra: HPE baut jetzt starken Supercomputer mit ARM-Prozessoren Server, Supercomputer, Rechenzentrum, Summit Server, Supercomputer, Rechenzentrum, Summit ORNL
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