Upgrade im All: ISS hat jetzt ihren eigenen TeraFLOPS-Supercomputer
Bisher waren Astronauten auf der ISS oft darauf angewiesen, für komplexe Analysen Daten zur Erde und zurückzuschicken. Nach einer einjährigen Testphase können die Bewohner der ISS jetzt für ihre Forschungsarbeit den eigenen Supercomputer "Spaceborne" nutzen. Der Rechner schützt sich im Betrieb selbst vor Gefahren wie erhöhten Strahlungswerten.
Der Spaceborne Computer...
...hat jetzt seinen festen Platz
Zunächst musste sich der sogenannte "Spaceborne Computer" vor der Freigabe des Betriebs laut dem Bericht von Computerbase für die Arbeit der Astronauten in einer einjährigen Testphase beweisen. Neben üblichen Anforderungen an Systeme für wissenschaftliche Arbeit galt es dabei vor allem, Probleme im Bezug auf Schwerelosigkeit und unvorhersehbare Strahlung im Weltraum auszuschließen.
HPE hat das System auf der Apollo-40-Architektur aufgebaut, die im Weltraum funktionsfähig ist, ohne dass zusätzliche Hardware für die Abschirmung vor äußeren Einflüssen nötig wird. Dies sorgt wiederum dafür, dass beim Transport ins All wertvolles Gewicht eingespart werden kann. "Spaceborne" nutzt ein Software-basiertes "Härtungsverfahren", das anhand von externen Parametern Einfluss auf den Betriebsmodus nimmt und beispielsweise bei erhöhten Strahlungswerten die Leistung einschränkt. Infografik: Die Raumstation ISS in Zahlen
Der erste Supercomputer nimmt die Arbeit auf der ISS auf
Rechner sind im Weltall vielen Einflüssen ausgesetzt, die die Leistung beeinträchtigen oder den Betrieb ganz stören können. Die Nasa hat jetzt zusammen mit Hewlett Packard Enterprise (HPE) den ersten kommerziellen Supercomputer (COTS, Commercial Off-The-Shelf) für die Astronauten zur Nutzung bereitgestellt. Das System kann eine Leistung von einem TeraFLOPS erreichen und setzt auf ein offenes Linux-Betriebssystem. Für die Kühlung der Komponenten haben die Ingenieure eine spezielle Wasserkühlung entwickelt.
Der Spaceborne Computer...
...hat jetzt seinen festen Platz
Zunächst musste sich der sogenannte "Spaceborne Computer" vor der Freigabe des Betriebs laut dem Bericht von Computerbase für die Arbeit der Astronauten in einer einjährigen Testphase beweisen. Neben üblichen Anforderungen an Systeme für wissenschaftliche Arbeit galt es dabei vor allem, Probleme im Bezug auf Schwerelosigkeit und unvorhersehbare Strahlung im Weltraum auszuschließen.
HPE hat das System auf der Apollo-40-Architektur aufgebaut, die im Weltraum funktionsfähig ist, ohne dass zusätzliche Hardware für die Abschirmung vor äußeren Einflüssen nötig wird. Dies sorgt wiederum dafür, dass beim Transport ins All wertvolles Gewicht eingespart werden kann. "Spaceborne" nutzt ein Software-basiertes "Härtungsverfahren", das anhand von externen Parametern Einfluss auf den Betriebsmodus nimmt und beispielsweise bei erhöhten Strahlungswerten die Leistung einschränkt. Infografik: Die Raumstation ISS in Zahlen
Wichtig für die Zukunft
Die Astronauten können damit ab sofort auch komplexe Analysen direkt auf der ISS durchführen, was wiederum die Effizienz und Geschwindigkeit der wissenschaftlichen Arbeit deutlich steigern soll. Wie die NASA ausführt, soll die Unabhängigkeit der Astronauten mit neuen Möglichkeiten für "künstliche Intelligenz und maschinellem Lernen" noch weiter erhöht werden. HPE stellt auf seiner Seite eine Zeitlinie der Entwicklung des ersten Supercomputers im All bereit.
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