Bundes-Hacker-Behörde: Supercomputer kommt, Personal ist schwerer

Hacker, Tastatur, Maus Bildquelle: Davide Restivo / Flickr
Die Bundes-Hacker-Behörde ZITiS soll im kommenden Jahr noch einmal deutlich mehr Geld zur Verfügung gestellt bekommen. Die Aufstockung dient dabei vor allem den Investitionen in IT-Ausstattung und hier in erster Linie dem Aufbau eines Supercomputers, mit dem verschlüsselte Inhalte dechiffriert werden sollen. Insgesamt soll der Haushalt der noch relativ jungen Behörde dann 36,7 Millionen Euro umfassen. Das geht aus Unterlagen zur Haushaltsplanung des Bundesinnenministeriums hervor, die das Magazin Netzpolitik.org jetzt veröffentlichte. Die ZITiS (Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich) soll zukünftig nicht nur Verschlüsselungen knacken, sondern auch die Überwachung neuer Telekommunikations-Wege ermöglichen, Trojaner entwickeln und damit Bundespolizeien und Geheimdiensten zuarbeiten.

Bis das wie gewünscht funktionieren kann, benötigt man Ausrüstung und Personal. Ersteres ist einfach - die "hochmoderne technische Ausstattung" kann einfach gekauft werden. Im Mittelpunkt steht laut dem Bericht ein Supercomputer, "der vorrangig im Bereich der Kryptoanalyse genutzt wird". Es geht also darum, mit viel Rechenkraft Codes zu brechen.

Bund will Quantencomputer

Dabei wird es sich wohl erst einmal um ein normales System handeln, wie man es bei einigen HPC-Anbietern heute schon von der Stange bekommt. Aber auch Quantencomputer wünscht man sich bei der Behörde. Allerdings ist es unrealistisch, dass ZITiS einen solchen in absehbarer Zeit im Einsatz haben wird, immerhin steckt die Forschung an den Maschinen noch relativ am Anfang.

Das schwerer wiegende Problem ist hingegen die Personalbeschaffung. Bisher ist erst knapp die Hälfte der 150 vorgesehenen Planstellen besetzt. Vor allem in der Verwaltung und Leitung hatte man wenig Probleme. Im operativen Bereich ist es aber schwer, Personal zu finden. Denn die fähigen Hacker haben hierzulande wenig Lust darauf, in einer Behörde zu arbeiten, die Sicherheitslücken zu eigenen Gunsten offenhält. Aber auch die Bezahlung nach öffentlichen Tarifen dürfte ein Problem sein - in der freien Wirtschaft bekommt ein talentierter Entwickler wesentlich mehr.

Siehe auch: Bundesregierung findet kaum Leute für ihre Hacker-Behörde Zitis Hacker, Tastatur, Maus Hacker, Tastatur, Maus Davide Restivo / Flickr
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