Microsoft: Viele PCs noch immer ab Werk mit illegalen Windows-Kopien

Pc, Laptop, China, Computer, Handel Bildquelle: vijesti.me
Bei Microsoft ist in den vergangenen Jahren einiges passiert, was den Zugang zu Windows günstiger und einfacher machte. Trotzdem hat eine Untersuchung mit diversen Stichproben ergeben, dass die Menge neuer PCs, die direkt mal ohne ordentliche Lizenzen verkauft werden, einfach nicht weniger werden will. Vor allem im asiatischen Raum bekommt Microsoft die enorme Verbreitung nichtlizenzierter Windows-Kopien nicht in den Griff. Weder ein Entgegenkommen gegenüber den Herstellern oder den Verkäufern von PCs noch Maßnahmen wie etwa ein Aktivierungs-Zwang haben hier wirklich geholfen. Und die illegalen Kopien stammen nicht etwa von den Nutzern, sondern sind schon auf dem jeweiligen Rechner installiert, wenn dieser über den Handel abgegeben wird.

Die Kaufkraft der Verbraucher, die in vielen asiatischen Ländern sehr gering ist, kann dabei allerdings nicht als Ausrede für die Situation herangezogen werden. So ergaben nicht nur die Stichproben in Vietnam und Thailand einen Anteil von fast hundert Prozent an Neu-PCs mit illegaler Windows-Kopie, auch in Südkorea und Malaysia, wo die wirtschaftliche Lage deutlich besser ist, findet man im Handel kaum Rechner mit einer ordentlich lizenzierten Fassung des Betriebssystems. Das geht aus einem Bericht der Economic Times hervor.


Datenbasis etwas klein

Die Anteile lagen anderswo etwas niedriger, waren aber immer noch sehr hoch. In Indien kam Microsoft bei den Testkäufen auf einen Wert von 91 Prozent, in Indonesien auf 90 Prozent. Aus Sicht Microsofts herrscht die beste Situationen noch auf den Philippinen vor, wo "nur" ein Anteil von 43 Prozent mit illegalen Kopien verzeichnet wurde.

Für den Nutzer hat das vermeintlich kostenlose Betriebssystem am Ende dann aber doch seinen Preis. Denn in vielen Fällen sorgen jene, die die Schutzmechanismen Microsofts wie etwa den Aktivierungs-Mechanismus aushebeln, am Ende des Tages auch dafür, dass sie selbst etwas davon haben. So werden immer wieder neue Systeme gefunden, die auch gleich verschiedene Malwares wie Bitcoin-Miner direkt mitbringen.

Die Methodik, mit der Microsoft zu den genannten Werten kam, ist bei der ganzen Sache aber unbedingt zu hinterfragen - denn die Datenbasis beruht auf einer ziemlich kleinen Zahl von Testkäufen. Insgesamt waren es 166 Stück. Daraus lässt sich zwar ein ungefähres Bild, aber sicherlich keine vollständig verlässliche Aussage über die Situation bei allen Anbietern in dem riesigen asiatischen Raum machen.

Siehe auch: Vor allem Raubkopierer: Hunderttausende Windows-Rechner angreifbar

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